Ein Golf macht Urlaub

Hintergrund
Das in der Zwischenzeit ausgelaufene Sommersmoggesetz schrieb als Grenzwert 240 Mikorgramm pro Kubikmeter fest. Dieser Grenzwert war so hoch angesetzt, daß Maßnahmen erst dann getroffen werden, wenn bereits Schäden an der Gesundheit eingetreten sein können.

In den letzten Jahren wurde der Grenzwert mehrere hundert Mal überschritten - das Ozongesetz hat dabei lediglich nur in einigen wenigen Fällen ein Fahrverbot für jeweils einen Tag ausgelöst. Am 12. August 1998 wurde bei Werten von bis zu 280 Mikrogramm pro Kubikmeter erstmals in Baden-Württemberg ein ozonbedingtes Fahrverbot verhängt!
Ozonsmog auch in Stuttgart

Auch in Stuttgart herrscht oft dicke Luft. Gerade die Kessellage der Innenstadt begünstigt die Entstehung von Sommersmog. Am 11. August 1998 wurden bei der Meßstelle Stuttgart-Hafen ein Spitzenwert von 224 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Der höchste Wert in der Region waren 280 Mikrogramm pro Kubikmeter in Plochingen!

Lassen Sie Ihr Fahrzeug an solchen Tagen freiwillig stehen!
Jeder nicht gefahrene Kilometer ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der Ozonbelastung in Stuttgart.

 

Golf im Liegestuhl
© S. Trucksäß


Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart hat in den vergangenen Jahren auf diese Situation immer wieder mit Infoständen in Stuttgart hingewiesen. So auch im Juli 1997.

Auf der Königstraße wurde ein überdimensionaler Liegestuhl aufgestellt, in dem sich ein VW Golf mit Sonnenbrille "ausruhte" und faulenzte. Er unterstrich optisch unsere Forderung nach einem schärferen Gesetz.

 

Golf im Liegestuhl
© S. Trucksäß

Informieren Sie sich!
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich über aktuelle Ozonwerte zu informieren:
Die Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) hat ein Umweltinformationssystem (UIS) eingerichtet, in dem die aktuellen Werte von Ozon, SO2 und anderen Schadstoffen abgerufen werden können.
Eine bundesweite Übersicht und eine Vorhersage für den kommenden Tag erhalten Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes.
  Die Ozonsmog-Seiten von Greenpeace
Eine weitere Möglichkeit bietet der Videotext auf Südwest 3, Tafeln 177-179

Wie aggressiv Ozonsmog sein kann, zeigt unser Ozonprojekt aus dem Jahr 1996. Damals wurden von uns mehr als 1.000 Tabakpflanzen als Indikatoren an die Stuttgarter Bevölkerung verteilt.

Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 28.09.2000