Stuttgarter Nachrichten vom 07. Dezember 2002

"Verrußte Rute" vom Greenpeace-Nikolaus

Ein Greenpeace-Nikolaus hat dem Autokonzern DaimlerChrysler am Freitag eine "verrußte Rute" überreicht. Damit protestierte die Umweltschutzorganisation vor der Konzernzentrale in Stuttgart gegen die Weigerung des Unternehmens, Filtertechnik in Dieselfahrzeuge einzubauen. Das Unternehmen müsse alle neuen Fahrzeuge mit Dieselrußfiltern ausstatten sowie sich darauf vorbereiten, Altfahrzeuge nachzurüsten, forderten die Umweltschützer. Außerdem wurde der Haupteingang am Nikolaustag mit 20 Säcken Dieselruß und zwei Tannenbäumen dekoriert. Mit Liedern wie "Leise dieselt der Ruß" oder "Rußflöckchen, Schwarzbröckchen" wurde gegen den aus Sicht von Greenpeace "verantwortungslosen und gemeingefährlichen" Ausstoß von Dieselruß protestiert. Der Autokonzern teilte auf Anfrage mit: "Bei unseren Dieselmotoren gilt die Priorität der ausgewogenen Reduktion aller relevanten Emissionen und nicht nur der von Partikeln." In der Umweltbilanz liege Mercedes-Benz mit diesen Anstrengungen weltweit an der Spitze der Autoindustrie. lsw


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 07.12.2002