Greenpeace beim Bio-Erlebnistag 2005

Saisonal und regional ist beim Einkauf gute Wahl!

Hintergrund

Erdbeeren und Spargel für das Weihnachtsessen, Tomaten im Januar - die meisten Obst- und Gemüsesorten haben im Supermarkt das ganze Jahr Hochsaison. Der Preis hierfür ist jedoch häufig ein Gesundheitsrisiko durch eine höhere Belastung mit Pestiziden.

Die gesetzlichen Grenzwerte bieten keinen verlässlichen Schutz vor möglichen Gesundheitsgefahren. Denn bei der Festlegung der Grenzwerte werden Wechselwirkungen beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer Pestizide nicht beachtet. Auch die besonderen Bedürfnisse von Kleinkindern, Schwangeren sowie alten Menschen werden hierbei nicht berücksichtigt. Pestizide können jedoch Krebs auslösen, das Immunsystem stören oder die Nerven schädigen. Vor diesem Hintergrund ist es besonders alarmierend, dass die erlaubten Höchstmengen bei Obst und Gemüse oft sogar überschritten werden.

Bio-Erlebnistag

Beim Bio-Erlebnistag am 02.07.2005 in Stuttgart informierten wir Verbraucher über giftfreies und gentechnikfreies Essen an unserem Infostand. Für einen saison-bewussten Einkauf verteilten wir handliche Erntekalender im Kleinformat und unterrichteten Passanten über die hohen Mindestgrenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln. Auch die Einkaufsratgeber „Essen ohne Pestizide“ sowie „Essen ohne Gentechnik“ fanden reissenden Absatz.

Bioerlebnistag 2005
© Luzzini

Ein frisch zusammengestellter Einkaufskorb zeigte die Vielfalt an Obst und Gemüse, welches derzeit aus regionalem Anbau erhältlich ist. Denn frisches Obst und Gemüse vom Wochenmarkt, aus dem Bioladen oder aus der Gemüse-Abokiste ist nicht nur gesund sondern, in der Erntezeit gekauft, auch nicht teuer. Nebenbei fördert man durch ihren Kauf eine umweltfreundliche, giftfreie Landwirtschaft mit kurzen Transportwegen.

Bioerlebnistag 2005
© Luzzini

Ergebnis

Über 150 Menschen zeigten sich empört über die hohen Mindestgrenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln und forderten mit Postkarten Bundesverbraucherministerin Renate Künast sowie der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger zu einer Senkung der Mindestgrenzwerte auf 0,01 mg/kg sowie einer Einführung von Summengrenzwerten für Pestizide auf.

Wir konnten auch viele Unterschriften für eine Kennzeichnung von Genmanipulationen bei der Erzeugung von tierischen Produkten sammeln. Außerdem verteilten wir an Passanten über 300 der neuen Einkaufsratgeber "Essen ohne Pestizide", 350 Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" sowie mehr als 600 Taschen-Erntekalender.

Bioerlebnistag 2005
© Luzzini

Greenpeace-Einkaufsratgeber


© Kornstaedt

Greenpeace hat für Sie zwei Einkaufsratgeber zusammengestellt, die bei keinem Einkauf fehlen sollten: "Essen ohne Gentechnik" und "Essen ohne Pestizide" (Download siehe unten).

Der Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" listet auf, welche Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen in Deutschland auf Gentechnik verzichten und welche nicht. Der Ratgeber "Essen ohne Pestizide" sagt Ihnen, aus welchen Ländern stark gespritzte Früchte kommen und bei welchen geringe Pestizid-Belastungen zu erwarten sind.


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Greenpeace EinkaufsNetz

Als Verbraucher können Sie sich auch für gesunde Nahrungsmittel einsetzen, indem Sie bei unserer Verbraucherorganisation mitmachen - dem Greenpeace EinkaufsNetz!

Im EinkaufsNetz bekommen Sie regelmäßig Informationen über Gift und Gentechnik im Essen - und über Alternativen. Außerdem können Sie sich mit E-Mail- und Postkarten-Aktionen bei Herstellern und Händlern persönlich für gesunde Lebensmittel einsetzen.


Download
Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" (PDF-Datei, 455 kB) listet auf, welche Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen auf Gentechnik verzichten - und welche nicht!!!
Mit dem Ratgeber "Essen ohne Pestizide" (PDF-Datei, 423 kB) können Sie erkennen, aus welchen Herkunftsländern stark gespritzte Früchte kommen und aus welchen nicht !!!
In unserem Flugblatt "Bessere Lebensmittel - der Handel muss Handeln" (PDF-Datei, 316 kB) finden Sie die Forderungen von Greenpeace an die Lebensmittel-Industrie.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 31.08.2005