Greenpeace übergibt Pestizid-Pokal an Lidl

Hintergrund

Das Greenpeace-Einkaufsnetz hat bundesweit in Supermärkten der führenden deutschen Lebensmittelketten 658 Obst- und Gemüseproben gekauft und auf gefährliche Spritzmittel untersuchen lassen. Die Tests ergaben, dass Lidl-Supermärkte das am stärksten mit giftigen Pestiziden belastete Obst und Gemüse verkaufen. Bei 21 Prozent der Lidl-Proben wurden sogar die gesetzlich festgelegten Höchstmengen erreicht oder überschritten.

Pestizide belasten jedoch nicht nur die Umwelt, sondern auch den Menschen. Sie können auch den Hormonhaushalt sowie das Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. Deshalb fanden am 03.12.2005 in ganz Deutschland Protestaktionen vor Lidl-Märkten statt. Außerdem übergaben Vertreter des Greenpeace-EinkaufsNetzes (Bild rechts) symbolisch Pestizid-Pokale an Leiter von Lidl-Filialen, in denen die gesetzlichen Höchstwerte bei Obst oder Gemüse überschritten wurden.


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Pestizid-Pokal

Auch in Stuttgart wurde gesundheitsgefährdendes Obst und Gemüse verkauft: Im Lidl-Markt Unter dem Birkenkopf 19 z.B. wurden Tomaten und Nektarinen gefunden, welche die gesetzliche Höchstmenge für ein Pestizid um das Doppelte überschritten!

Deswegen überreichten auch wir von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart den Filialleitern dieser Märkte Pestizid-Pokale. Wir forderten sie auf, bei ihren Zentralen durchzusetzen, dass gesetzliche Standards eingehalten werden und dass möglichst pestizidfreie Ware angeboten wird. Leider stießen unsere Forderungen auf wenig Verständnis:


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Der Leiter der Lidl-Filiale Unter dem Birkenkopf 19 in Stuttgart schaute sich unseren Pestizid-Pokal zwar kurz an (Bild links) - ergriff dann aber die Flucht (Bild rechts) und war nicht zu Gesprächen bereit.

Wir fordern, dass sich der Konzern seiner Verantwortung stellt!


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Info-Aktion

Vor den Filialen warnten wir die Verbraucher vor den Gefahren, die von Pestiziden ausgehen. Wir informierten sie über die Ergebnisse des Supermarktvergleichs, die in dem Einkaufsratgeber "Pestizide aus dem Supermarkt" (Download siehe unten) zusammengefasst sind. Außerdem verteilten wir unser Flugblatt "Zu viele Pestizide in Obst und Gemüse von Real und Lidl" (PDF-Datei, 67 kB).

Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.


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Greenpeace-Einkaufsratgeber


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Greenpeace hat für Sie zwei Einkaufsratgeber zusammengestellt, die bei keinem Einkauf fehlen sollten: "Essen ohne Gentechnik" und "Essen ohne Pestizide" (Download siehe unten).

Der Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" listet auf, welche Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen in Deutschland auf Gentechnik verzichten und welche nicht. Der Ratgeber "Essen ohne Pestizide" sagt Ihnen, aus welchen Ländern stark gespritzte Früchte kommen und bei welchen geringe Pestizid-Belastungen zu erwarten sind.


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Greenpeace EinkaufsNetz

Als Verbraucher können Sie sich auch für gesunde Nahrungsmittel einsetzen, indem Sie bei unserer Verbraucherorganisation mitmachen - dem Greenpeace EinkaufsNetz!

Dort erhalten Sie regelmäßig Informationen über Gift und Gentechnik im Essen, aber auch über Alternativen. Außerdem können Sie sich mit E-Mail- und Postkarten-Aktionen bei Herstellern und Händlern persönlich für gesunde Lebensmittel einsetzen.

Ergebnis

Der regionale Fernsehsender RTV sowie der Radiosender SWR1 Baden-Württemberg berichteten von unserer Aktion.

Lidl reagierte auf die bundesweiten Proteste von Greenpeace mit doppelseitigen Zeitungsanzeigen. Darin betont der Konzern, dass "in über 4.500 Gutachten pro Jahr die Qualität von Obst und Gemüse bei Lidl" bestätigt werde. Auf die gravierenden Pestizid-Funde geht das Unternehmen in seinen Anzeigen jedoch nicht ein.


Download
Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" (PDF-Datei, 451 kB) listet auf, welche Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen auf Gentechnik verzichten - und welche nicht!
Mit dem Ratgeber "Essen ohne Pestizide" (PDF-Datei, 423 kB) können Sie erkennen, aus welchen Herkunftsländern stark gespritzte Früchte kommen und aus welchen nicht !!!
In unserem Flugblatt "Zu viele Pestizide in Obst und Gemüse von Real und Lidl" (PDF-Datei, 67 kB) erfahren Sie mehr über die Testergebnisse bei Lidl und Real.
In unserem Flugblatt "Bessere Lebensmittel - der Handel muss Handeln" (PDF-Datei, 316 kB) finden Sie die Forderungen von Greenpeace an die Lebensmittel-Industrie.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 01.02.2010