Greenpeace warnt erneut vor Gentechnik bei Landliebe

Hintergrund

Die bekannte Marke Landliebe gehört zu 100 Prozent dem internationalen Molkereikonzern Campina. Für Landliebe-Produkte wird Milch von Kühen verwendet, die mit gentechnisch veränderter Soja gefüttert werden. Außerdem bauen einige Milch-Lieferanten von Campina Gen-Mais an. Der Anbau genmanipulierter Pflanzen kann jedoch schwerwiegende Folgen für Ökosysteme haben und ist mit verantwortlich für den erhöhten Einsatz von giftigen Spritzmitteln. Auch gesundheitliche Risiken sind noch weitgehend unerforscht.
Campina/Landliebe bestätigt die Verfütterung von Gen-Pflanzen. Geenpeace hat schon mehrfach auf genmanipuliertes Tierfutter bei den Zulieferern von Campina / Landliebe (im November 2005 und Anfang März 2006) aufmerksam gemacht. Aber der Konzern weigert sich nach wie vor, seinen Lieferanten den Anbau und die Verfütterung von Gen-Pflanzen zu verbieten.

Protest-Aktion

Deshalb fand am 01.07.2006 eine bundesweite Protestaktion gegen das ungelöste Problem von Landliebe-Molkereiprodukten statt, deren Milch mit Hilfe von genmanipuliertem Soja und Mais im Kuhfutter hergestellt wird. In über 100 Supermärkten in 33 deutschen Städten wurden Landliebe-Produkte wegen der Verwendung von Gen-Futter von Greenpeace-Aktivisten gekennzeichnet.

Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Gentechnik ist, wenn es Landliebe ist" (PDF-Datei, 52 kB) und die Presseerklärung von Greenpeace Deutschland.


© Ziegler



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Auch wir von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart beteiligten uns an dieser Aktion. Wir markierten Landliebe-Produkte in mehreren Stuttgarter Supermärkten mit Warnhinweis-Aufklebern: "Gentechnik - Hände weg". Außerdem informierten wir Verbraucher vor den Filialen darüber, dass die Molkerei Campina bei der Milchproduktion auf Gentechnik statt auf Qualität setzt. Unter anderem machten wir mit unseren Handzetteln "Landliebe: Gentechnik - Hände weg!" (PDF-Datei, 101 kB) auf das Problem aufmerksam.


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Unterschriften-Sammlung

Viele Verbraucher waren empört darüber, dass Milch, Eier und Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden, nicht gekennzeichnet werden müssen. Sie machten ihren Unmut mit einer Unterschrift deutlich und unterzeichneten unsere Forderung nach der Kennzeichnungspflicht von tierischen Produkten.

Sie können ebenfalls Unterschriften sammeln! Laden Sie sich einfach unsere Unterschriftenliste (PDF-Datei, 184 kB) herunter. Greenpeace wird die ausgefüllten Unterschriftenlisten an die zuständigen EU-Politiker übergeben, damit die Kennzeichnungsregeln europaweit reformiert werden.


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Ergebnis

Wir verteilten zahlreiche Flugblätter "Landliebe: verantwortlich für Gen-Futter bei Milchkühen!" und andere Info-Broschüren. Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher lehnte Gentechnik im der Nahrungsmittelproduktion ab und unterzeichnete auch unsere Unterschriftenliste für eine bessere Kennzeichnung von tierischen Produkten, die mit genmanipuliertem Futter erzeugt werden.

Im September 2008 verpflichtete sich der Molkerei-Konzern Campina (mit der Marke Landliebe), künftig auf Gentechnik in der Lebensmittel-Herstellung zu verzichten.

Download
Im Handzettel "Landliebe: verantwortlich für Gen-Futter bei Milchkühen!" (PDF-Datei, 101 kB) können Sie lesen, was Verbraucher gegen den Einsatz von Gentechnik bei Landliebe-Produkten tun können.
Unser Flugblatt "Landliebe: Gentechnik - Hände weg!" (PDF-Datei, 52 kB) erklärt Ihnen die Hintergründe des Einsatzes von genmanipuliertem Tierfutter bei Campina/Landliebe.
Das Hintergrundpapier "Milch ist nicht gleich Milch (PDF-Datei, 208 kB) zeigt auf, dass Weidehaltung bei Milchkühen gesünder für den Menschen und besser für die Umwelt ist.
Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" (PDF-Datei, 451 kB) listet auf, welche Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen auf Gentechnik verzichten - und welche nicht!
Mit dem Ratgeber "Essen ohne Pestizide" (PDF-Datei, 423 kB) können Sie erkennen, aus welchen Herkunftsländern stark gespritzte Früchte kommen - und aus welchen nicht!


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 27.09.2008