Greenpeace warnt vor Gen-Futter bei Landliebe
| Hintergrund |
| Der Anbau genmanipulierter Pflanzen schafft große Risiken
für die Natur, die gentechnikfreie Landwirtschaft und für
die menschliche Gesundheit. Greenpeace hat aufgedeckt, dass viele
Molkereien ihre Milch von landwirtschaftlichen Betrieben beziehen,
deren Kühe mit genmanipulierter Nahrung gefüttert werden.
Dies gilt auch für die Marken Müller-Milch und
Landliebe.
Die Marke Landliebe gehört zum internationalen Molkerei-Konzern
Campina. Für Landliebe-Produkte wird Milch von Kühen verwendet,
die mit Gen-Soja gefüttert werden. Außerdem bauen
einige Milch-Lieferanten von Campina Gen-Mais an. Der Konzern
weigert sich jedoch, seinen Lieferanten den Anbau und die Verfütterung
von Gen-Pflanzen zu verbieten.
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| Bundesweite Protest-Aktion |
| Nachdem Campina auf bundesweite Proteste im November
2005 nicht reagierte, informierte Greenpeace am 03.03.2006 erneut
die Kunden in 130 Supermärkten in ganz Deutschland. Auch wir
warnten in Stuttgart-Bad Cannstatt die Kunden in Supermärkten
vor genmanipuliertem Tierfutter bei Landliebe.
Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Gentechnik
ist, wenn es Landliebe ist" (PDF-Datei, 75 kB) und die
Presseerklärung von Greenpeace
Deutschland. |
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© Sigloch
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Wir machten die Verbraucher mit unserem Protestschild "Achtung!
Landliebe mit Gen-Futter" und unseren Handzetteln "Landliebe:
verantwortlich für Gen-Futter bei Milchkühen!"
(PDF-Datei, 145 kB) auf das Problem aufmerksam.
Die meisten Kunden zeigten sich über den Campina-Konzern empört
und nahmen unsere Information über Landliebe mit großem
Interesse auf. Mit dem Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen
ohne Gentechnik" (Download siehe unten) konnten wir ihnen
zeigen, welche Anbieter völlig auf Gentechnik verzichten.
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| Unterschriften-Sammlung |
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Campina/Landliebe und Müller-Milch können
insgeheim Gentechnik bei der Lebensmittelproduktion einsetzen, weil
das EU-Recht eine Lücke hat. Laut der Kennzeichnungsverordnung
für genmanipulierte Lebensmittel müssen Produkte von Tieren,
die mit Gen-Nahrung gefüttert wurden, nicht gekennzeichnet
werden.
Verbraucher können also an der Eier-, Milch- oder Wurstpackung
nicht erkennen, ob die Tiere Gen-Pflanzen gefressen haben. Somit
unterstützen Sie möglicherweise den Anbau von Gen-Saaten,
ohne es zu wissen!
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© Sigloch
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Greenpeace hat deshalb eine Unterschriftenaktion
gestartet, um die Kennzeichnungspflicht auch für Genmanipulationen
bei tierischen Produkten durchzusetzen.
Sie können ebenfalls Unterschriften sammeln! Laden
Sie sich einfach unsere Unterschriftenliste
(PDF-Datei, 184 kB) herunter. Auf ihr finden Sie auch alle notwendigen
Angaben und Argumente gegen Gentechnik im Essen. Greenpeace wird
die Unterschriften an die zuständigen EU-Politiker übergeben,
damit die Kennzeichnungsregeln europaweit reformiert werden.
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| Greenpeace-Einkaufsratgeber |
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| Greenpeace EinkaufsNetz |
| Als Verbraucher können auch Sie sich für gesunde
Nahrungsmittel einsetzen, indem Sie bei unserer Verbraucherorganisation
mitmachen - dem Greenpeace EinkaufsNetz!
Dort erhalten Sie regelmäßig Informationen über
Gift und Gentechnik im Essen, aber auch über Alternativen.
Außerdem können Sie sich mit E-Mail- und Postkarten-Aktionen
bei Herstellern und Händlern persönlich für gesunde
Lebensmittel einsetzen. |
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| Ergebnis |
Im September 2008 verpflichtete sich der Molkerei-Konzern
Campina (mit der Marke Landliebe), künftig auf Gentechnik in
der Lebensmittel-Herstellung zu verzichten.
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| Download |
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Im Handzettel "Landliebe:
verantwortlich für Gen-Futter bei Milchkühen!"
(PDF-Datei, 145 kB) können Sie lesen, was Verbraucher gegen
den Einsatz von Gentechnik bei Landliebe-Produkten tun können. |
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Unser Flugblatt "Gentechnik
ist, wenn es Landliebe ist!" (PDF-Datei, 75 kB) erklärt
Ihnen die Hintergründe des Einsatzes von genmanipuliertem
Tierfutter bei Campina/Landliebe. |
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Das Flugblatt "Gute
Gründe gegen Gentechnik" (PDF-Datei, 88 kB) fasst
zusammen, welche ökologischen, wirtschaftlichen und medizinischen
Gründe gegen Gentechnik sprechen. |
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Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen
ohne Gentechnik" (PDF-Datei, 451 kB) listet auf, welche
Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen auf Gentechnik
verzichten - und welche nicht! |
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Mit dem Ratgeber "Essen
ohne Pestizide" (PDF-Datei, 423 kB) können Sie
erkennen, aus welchen Herkunftsländern stark gespritzte
Früchte kommen - und aus welchen nicht! |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
27.09.2008
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