WeltSTATTMarkt: Greenpeace-Stand zu Gentechnik
| Hintergrund |
| Laut Umfragen lehnen weiterhin mehr als drei Viertel
der deutschen Verbraucher gentechnisch manipulierte Bestandteile
in Nahrungsmitteln ab. Dies ist einer der Gründe, weshalb sich
Gentechnik-Lebensmittel im deutschen Einzelhandel bisher nicht durchgesetzt
haben. Allerdings versuchen Industrie und einige Parteien immer
wieder, genmanipulierte Futtermittel und Industrierohstoffe
in Deutschland anzubauen oder einzuführen.
So hat die Europäische Union die genmanipulierte Stärke-Kartoffel
"Amflora" des Chemiekonzerns BASF im März 2010
zugelassen. Die Kartoffel soll zur Gewinnung von Stärke für
die Papierindustrie dienen, darf aber auch als Tierfutter verwendet
werden. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat der Zulassung
und dem Anbau der Gen-Kartoffel zugestimmt, weil die schwarz-gelbe
Bundesregierung die Unterstützung für den Anbau von "Amflora"
auf Drängen der FDP in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen
hatte.
|
 |
| Info-Stand |
| Um über die Gefahren durch die Gentechnik-Kartoffel
"Amflora" und andere Gen-Pflanzen in Deutschland zu informieren,
haben wir am 29.01.2011 auf dem Stuttgarter Schlossplatz einen Info-Stand
gemacht. Unser Stand fand (wie auch schon im Januar
2010) beim WeltSTATTMarkt im Rahmen des Open Fair Festivals
statt.
Die "Amflora"-Kartoffel wurde nur unzureichend auf
ihre Folgen für die Umwelt überprüft und ihr
Anbau ist riskant. So enthält die Kartoffel ein Gen, das sie
gegen bestimmte Antibiotika resistent macht und von ihr auf Bakterien
übergehen könnte. |
 |
 
© Schlosser
|
 |
| Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" |
| Die überwiegende Mehrzahl der deutschen Verbraucher lehnt
gentechnisch manipulierte Bestandteile in Lebensmitteln ab. Greenpeace
hat daher Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen aufgefordert,
jetzt und künftig keine Gen-Produkte zu verwenden. Hierzu hat
sich schon ein Großteil der befragten Firmen in Deutschland
verpflichtet. Viele Unternehmen weigern sich jedoch, grundsätzlich
auf Gentechnik im Essen zu verzichten.
Greenpeace hat deshalb für Verbraucher einen Ratgeber zusammengestellt,
der bei keinem Einkauf fehlen sollte: Der Einkaufsratgeber "Essen
ohne Gentechnik" listet nämlich auf, welche Lebensmittelhersteller
und Handelsunternehmen in Deutschland auf Gentechnik verzichten
und welche nicht.
|
 |
 
© Kornstaedt
|
 |
| Download und Links |
 |
Das Flugblatt "Gute
Gründe gegen Gentechnik" (PDF-Datei, 88 kB) fasst
zusammen, welche ökologischen, wirtschaftlichen und medizinischen
Gründe gegen Gentechnik sprechen. |
 |
Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen
ohne Gentechnik" (PDF-Datei, 775 kB) listet auf, welche
Lebensmittelhersteller und Handelsunternehmen auf Gentechnik
verzichten - und welche nicht! |
 |
Mit dem Ratgeber "Essen
ohne Pestizide" (PDF-Datei, 659 kB) können Sie
erkennen, aus welchen Herkunftsländern stark gespritzte
Früchte kommen - und aus welchen nicht! |
|

Webmaster,
Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung:
12.02.2011
|