Resolution auf dem 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag 1999
Resolution zum Thema Gentechnik auf dem 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag
in Stuttgart in der Hall der Schöpfung und am Markt der Möglichkeiten:
Verbraucher und Umwelt schützen, Vielfalt bewahren!
Wir verfolgen mit Sorge den zunehmenden Einsatz der Gentechnologie im
Bereich Land-wirtschaft und Ernährung.
Anlaß zur Sorge geben derzeit vor allem folgende Entwicklungen:
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Aus wirtschaftlichen Interessen wird die Risikoforschung vernachlässigt.
Das Prinzip der Vorsorge wird nicht ausreichend berücksichtigt. |
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Wegen ungeklärter Risiken und mangelhafter Kennzeichnung werden
die Verbraucher zunehmend verunsichert. |
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Es ist ein starker Konzentrationsprozeß zu beobachten, der die gesamte
Ernährungs-branche vom Acker bis ins Supermarktregal umfaßt. Die Welternährung
droht in die Abhängigkeit einiger weniger Konzerne zu geraten. |
Deswegen fordern wir,
daß alle Menschen in den Kirchen
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das Bemühen der VerbraucherInnen um sichere Nahrung und ausreichende
Entschei-dungsmöglichkeiten unterstützen. |
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sich dafür einsetzen, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen
auf Kirchen-land zu verbieten. |
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sich weltweit für freien Zugang zu Nahrungsmitteln und Saatgut einsetzen. |
daß die Verantwortlichen in der Politik wirksame Maßnahmen ergreifen,
um
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für ausreichende Wahl- und Entscheidungsfreiheit der Verbraucher
zu sorgen. |
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das Prinzip der Vorsorge auf allen Ebenen gesetzlich zu verankern.
Dies gilt insbeson-dere im Hinblick auf die Gesetzgebung in der Europäischen
Union und bei den interna-tionalen Verhandlungen um einen Vertrag
zur biologischen Sicherheit ("Biosafety-Protokoll"). |
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die zunehmende Monopolisierung von Saatgut und Nahrungsmitteln
zu verhindern.
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Wir sprechen uns für ein Moratorium für die Zulassung gentechnisch veränderter
Orga-nismen in der Europäischen Union aus, bis entsprechende Maßnahmen
umgesetzt wur-den.
Diese Resolution wurde eingebracht von der Forumsleitung Lithurgischer
Tag Schöpfung "...damit die Schöpfung Zukunft hat".

Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
03.08.2000
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