Gentechnik im Essen: McDonald's kann's nicht lassen

Hintergrund
Am 27.7.2000 fand ein Gespräch zwischen McDonald's und Greenpeace statt, das jedoch ergebnislos blieb: McDonald's gab zu, dass das Tierfutter gentechnisch manipulierte Soja enthält und dass der Verbraucher das nicht wolle. Trotzdem wollte die Imbiss-Kette nicht zusagen, auf Gen-Futter zu verzichten. Daher protestierten wir einen Tag später erneut bei einer Stuttgarter McDonald's-Filiale gegen gentechnisch verändertes Tierfutter. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.

hier geht's zur Greenpeace-Kampagne gegen Genfutter
Zweite Aktion bei McDonald's in Stuttgart

Zunächst hingen wir in der McDonald's-Filiale Stadtmitte (Rotebühlplatz) ein Transparent auf mit der Aufschrift: "Keine Sau will Gentechnik". Wir verteilten Flugblätter (download als PDF) an die Kunden im Laden.

Außerdem strebten wir ein Gespräch mit der Filialleiterin an. Sie war dazu jedoch nicht bereit und warf uns statt dessen nach fünf Minuten aus dem Laden.

Daher verlagerten wir unseren Protest gegen genmaipuliertes Tierfutter nach draußen...

 

Protest in der McDonald's-Filiale
© Vits


Bürger informieren
© Vits

 

...wo wir ebenfalls Flugblätter verteilten und die Passanten und Kunden informierten. Wir versuchten auch, per Klebeschilder auf die "Los Genos"-Gentechnikwochen bei McDonald's hinzuweisen. Dies jedoch untersagte uns die Polizei, die von der Filialleiterin kurzerhand bestellt worden war.

Unsere Flugblätter wurden von den Bürgern gerne entgegengenommen.

  McDonald's-Kunden informieren
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Protest vor McDonald's
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Vor der McDonald's-Filiale stellten wir zwei Banner auf, auch wenn das der Filialleiterin nicht gefiel.

  Transparent gegen Gentechnik im Tierfutter
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Ergebnis

Die Filialleiterin verwies uns nach 5 Minuten des Ladens, daher setzten wir unseren Protest außerhalb der McDonald's-Filiale fort. Leider war die Filialleiterin zu keinerlei Diskussion über das Thema bereit und rief sofort die Polizei. Das RMB-Radio berichtete in den Regionalnachrichten über die Aktion. Nachdem wir 500 Flugblätter verteilt hatten, beendeten wir die Aktion. Das RMB-Radio in Waiblingen berichtete in den Regionalnachrichten über die Aktion.

McDonald's gab Mitte November 2000 bekannt, dass die Hühnchen, die die Fast-Food-Kette als "Chicken McNuggets" und als "McChicken Burger" verkauft, ab 1. April 2001 kein gentechnisch verändertes Futter mehr bekommen.
Der Konkurrent Burger King hatte diese Zusage bereits im Oktober Greenpeace gegenüber geäußert und wird bereits ab 1.1.2001 auf Gentech-Futter verzichten.

Dies ist ein schöner Erfolg für die Verbraucher, für die Umwelt und für Greenpeace.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.11.2000