Kann man Lebensmitteln von Metro vertrauen?

Hintergrund

Die Metro-Gruppe mit ihren Supermarkt-Ketten "Real", "Extra" und "Kaufhof" sowie 32 Milliarden Euro Umsatz im Jahr ist im deutschen Lebensmittelhandel der Marktführer. Diese Führungsrolle bedeutet aber nicht, dass die Lebensmittel von Metro vorbildlich sind. Bei einer Umfrage, die Greenpeace im Sommer 2003 bei 216 Unternehmen durchführte, gehörte Metro zu den wenigen Ausnahmen, die Lebensmittel mit gentechnisch manipulierten Bestandteilen nicht ausschließen wollten. Außerdem fand Greenpeace bei Lebensmittel-Analysen in Supermärkten der Metro-Gruppe überhöhte Rückstände von Pestiziden.

Info-Aktion

Bei einer Info-Aktion am 13.12.2003 auf der Stuttgarter Königstraße wollten wir deshalb wissen, ob Verbraucher den Lebensmitteln aus Metro-Supermärkten noch vertrauen. Wir fragten Passanten, was sie denken: "Verkaufen Metro, Real, Extra, Kaufhof gentechnisch veränderte Lebensmittel?"
Das Ergebnis war eindeutig - drei Viertel der Befragten kreuzte auf unserem Banner an: "Ich glaube: Ja!"


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Gleichzeitig konnten sich Passanten im Rahmen einer Postkarten-Aktion beim Metro-Konzern beschweren. Auf den Karten wurde Metro aufgefordert, endlich etwas gegen Gift und Gentechnik in ihren Lebensmitteln zu unternehmen.

Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Bessere Lebensmittel - der Handel muss Handeln" (PDF-Datei, 316 kB).


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Was können Sie tun?

Wir konnten fast 300 Passanten überzeugen, Protest-Postkarten an den Metro-Konzern zu unterschreiben. Doch Verbraucher haben noch andere Möglichkeiten, etwas gegen Insektenvernichtungsmittel und Gentechnik in Lebensmitteln zu tun:
Fragen Sie beim Supermarkt oder Lebensmittelhändler, ob deren Produkte frei von Pestiziden und Gen-Manipulationen sind. Achten Sie bei Obst und Gemüse darauf, ob es zur Jahreszeit passt. Und bevorzugen Sie Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau.


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Außerdem können Sie bei der Greenpeace-Verbraucherorganisation mitmachen - dem EinkaufsNetz! Dort erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen über Gift und Gentechnik im Essen, aber natürlich auch über gesunde Alternativen. Durch Ihre Kaufentscheidungen zwischen "Geiz ist geil!" und "Klasse statt Masse!" können Sie das Marktangebot mit beeinflussen. mehr...


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Ergebnis
Wenige Tage später reagierte das Unternehmen auf den öffentlichen Druck, den Greenpeace mit dieser und anderen Aktionen erzeugt hatte. Die Metro-Gruppe mit den Supermarkt-Ketten "Real", "Extra" und "Kaufhof" sicherte zu, dass ihre Lebensmittelmarken auch künftig ohne gentechnische Manipulationen hergestellt werden.
Download
Gentechnik in Lebensmitteln hat keine Chance (PDF-Datei, 44 kB) - dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die Greenpeace im Sommer 2003 bei 216 Unternehmen durchführte. Nur 18 Firmen wollten nicht ausschließen, dass sie Lebensmittel mit Gen-Manipulationen im Sortiment haben - darunter auch Metro.
Greenpeace-Analysen von Obst und Gemüse bei Metro (PDF-Datei, 46 kB) ergaben zur gleichen Zeit besonders hohe Konzentrationen von Pestiziden.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 23.12.2003