Supermarkt-Führungen bei neukauf / Edeka
Hintergrund
Da bisher die Edeka-Zentrale noch nicht bekanntgegeben hatte, ob in ihren
Eigenmarken gentechnisch veränderte Inhalts- oder Hilfsstoffe enthalten
sind, haben wir Supermarkt-Führungen in einer neukauf-Zentrale veranstaltet.
Zum Verständnis: neukauf gehört zum Edeka-Konzern. Wir zeigten den Verbrauchern,
welche Hersteller bereits auf Gentechnik verzichten und wiesen sie auf
die Edeka-Eigenmarken hin. Wir mussten davon ausgehen, dass diese Eigenmarken
eventuell gentechnisch manipulierte Bestandteile enthalten, solange Edeka
nicht das Gegenteil der Öffentlichkeit bekannt gab. Lesen Sie hierzu unsere
Presseerklärung.
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| Supermarkt-Führungen |
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Um auf unsere Supermarktführungen hinzuweisen, stellten wir
vor der neukauf-Filiale ein Banner auf mit der Aufschrift: "GENTECHNIK
- das unkalkulierbare Risiko" Damit wiesen wir auf die
ungelösten Probleme der Gentechnik hin.
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© S. Trucksäß
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Der stellvertretende Marktleiter wurde von uns davon in Kenntnis
gesetzt, daß wir Supermarkt-Führungen in seiner neukauf-Filiale
durchführen werden, um die Kunden über Genfood zu informieren.
Dann ging's los mit der ersten Führung...
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© S. Trucksäß
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© S. Trucksäß
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Die Presse interessierte sich sowohl im Laden als auch davor für
unsere Informationsarbeit.
Ein Interview mit dem SWR-Fernsehen kam ebenfalls zustande.
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© S. Trucksäß |
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| Ergebnis |
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Die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter
Nachrichten und das SWR-Fernsehen berichteten über unsere
Supermarktführungen. Das Stadtradio 107,7 kündigte unsere
Führung am Vortag mit einen Bericht
(RealAudio, 2:09 Minuten, 2 kB/s) an. Wenn Sie den RealPlayer
8 (download für Windows
95/98; 9,8 MB) installiert haben, können sie sich den Bericht
online anhören.
Am 26.8.1999 kündigte Edeka den vollständigen Ausstieg aus
der Gentechnik an. Auch weitere deutsche und ausländische Supermarktketten
verzichten mittlerweile auf Gentechnik:
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Mai 1999: Mehrere kleinere Handelsketten wie Famila
Soest und tegut haben Garantiezusagen für die Gentechnikfreiheit
ihrer Produkte gegeben. |
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23.7.1999: Die Tengelmann-Gruppe hat auf hartnäckiges
Nachfragen hin Greenpeace gegenüber bekanntgegeben, dass
in ihren Eigenmarken wie Naturkind, A&P, Masterproduct
und Plus in Zukunft keine Rohstoffe aus gentechnisch
veränderten Pflanzen verwendet werden! |
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30.7.1999: Die Rewe-Gruppe schließlich
hat bei einer Greenpeace-Aktion vor der Rewe-Zentrale in Köln
erklärt, für die Herstellung ihrer Eigenmarken wie
ja! keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen
einzusetzen. |
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26.8.1999: Mit Edeka hat die größte Unternehmensgruppe
auf dem deutschen Lebensmittelmarkt den vollständigen Ausstieg
aus der Gentechnik angekündigt. Die Firmenzentrale in Hamburg
erklärte, dass Edeka keine Eigenmarken führe, die gentechnisch
veränderte Bestandteile enthalten. Auch für den nicht kennzeichnungspflichtigen
Bereich der Tiernahrung werde die Gentechnikfreiheit künftig
garantiert. |
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11.9.1999: Spar und Lidl haben nun ebenfalls
ihren Verzicht auf gentechnisch veränderte Zutaten in ihren
Eigenmarken erklärt. Damit haben sich fünf der sieben
führenden Unternehmen im deutschen Lebensmittelhandel,
die zusammen drei Viertel des Marktes beherrschen, für
gentechnikfrei erklärt. |
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2.10.1999: Die Metro AG hat als vorletztes Handelsunternehmen
in Deutschland bekanntgegeben, dass sie in ihren Eigenmarken
ebenfalls keine Gentechnik verwenden wird. |
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12.10.1999: Als letzte haben Aldi Süd und
Aldi Nord bekanntgegeben, dass sie, wie die anderen deutschen
Handelsketten auch, auf den Einsatz der Gentechnik in ihren
Eigenmarken verzichten wollen. Dies wollen sie erreichen, indem
sie von ihren Lieferanten und Vorlieferanten entsprechende Zusagen
verlangen. |
All dies sind große Erfolge für unsere Umwelt und für die
Verbraucher. Greenpeace wird durch stichprobenartige Kontrollen
überprüfen, ob die Konzerne ihre Zusagen auch einhalten.
Auch im europäischen Ausland stoßen gentechnische
Veränderte Lebensmittel auf Ablehnung: Sainsbury (England),
Marks & Spencer (England), Carrefour (Frankreich), Superquinn (Irland),
Migros (Schweiz), Delhaize (Belgien) und Esselunga (Italien) haben
im März 1999 bekanntgegeben, dass sie bei sämtlichen Eigenmarken
auf gentechnisch veränderte Lebensmittel verzichten. Darüber hinaus
haben sich bereits weitere Handelsketten wie Iceland (England) und
Spar Österreich gegen Gentechnik-Lebensmittel ausgesprochen und
gentechnisch veränderte Produkte größtenteils aus dem Sortiment
genommen.
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
06.03.2002
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