Supermarkt-Führungen bei neukauf / Edeka

Hintergrund
Da bisher die Edeka-Zentrale noch nicht bekanntgegeben hatte, ob in ihren Eigenmarken gentechnisch veränderte Inhalts- oder Hilfsstoffe enthalten sind, haben wir Supermarkt-Führungen in einer neukauf-Zentrale veranstaltet. Zum Verständnis: neukauf gehört zum Edeka-Konzern. Wir zeigten den Verbrauchern, welche Hersteller bereits auf Gentechnik verzichten und wiesen sie auf die Edeka-Eigenmarken hin. Wir mussten davon ausgehen, dass diese Eigenmarken eventuell gentechnisch manipulierte Bestandteile enthalten, solange Edeka nicht das Gegenteil der Öffentlichkeit bekannt gab. Lesen Sie hierzu unsere Presseerklärung.
Supermarkt-Führungen

Um auf unsere Supermarktführungen hinzuweisen, stellten wir vor der neukauf-Filiale ein Banner auf mit der Aufschrift: "GENTECHNIK - das unkalkulierbare Risiko" Damit wiesen wir auf die ungelösten Probleme der Gentechnik hin.

 

Banner vor neukauf
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Der stellvertretende Marktleiter wurde von uns davon in Kenntnis gesetzt, daß wir Supermarkt-Führungen in seiner neukauf-Filiale durchführen werden, um die Kunden über Genfood zu informieren.

Dann ging's los mit der ersten Führung...

 

Marktleiter wird informiert
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Breisgau-Milch: gentechfrei
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Wir zeigten den Kunden positive Beispiele und wiesen sie auf die Eigenmarken von neukauf / Edeka hin, da bei diesen nicht klar ist, ob Gentech drin ist.

  Eigenmarke von neukauf
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Presse im Supermarkt
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Die Presse interessierte sich sowohl im Laden als auch davor für unsere Informationsarbeit.

Ein Interview mit dem SWR-Fernsehen kam ebenfalls zustande.

  Interview mit Südwest 3
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Infos vor dem Laden
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Greenpeace-Aktivisten sammelten vor der neukauf-Filiale Unterschriften auf Protestpostkarten, die sich an die Edeka-Zentrale richten. Darin fordern die Unterzeichner, daß Edeka auf Gentechnik bei seinen Eigenmarken verzichten soll.

  Passanten werden informiert
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Protestpostkarte  

Die Passanten und Kunden informierten wir darüber, daß eventuell in den Eigenmarken von neukauf / Edeka gentechnisch veränderte Hilfsstoffe enthalten sein können.

Solange der Edeka-Konzern nicht öffentlich bekanntgibt, dass er in seinen Eigenmarken keine Gentechnik verwendet, ist das Gegenteil durchaus möglich.

  Hinweis auf Führung
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Ergebnis

Die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und das SWR-Fernsehen berichteten über unsere Supermarktführungen. Das Stadtradio 107,7 kündigte unsere Führung am Vortag mit einen Bericht (RealAudio, 2:09 Minuten, 2 kB/s) an. Wenn Sie den RealPlayer 8 (download für Windows 95/98; 9,8 MB) installiert haben, können sie sich den Bericht online anhören.

Am 26.8.1999 kündigte Edeka den vollständigen Ausstieg aus der Gentechnik an. Auch weitere deutsche und ausländische Supermarktketten verzichten mittlerweile auf Gentechnik:

Mai 1999: Mehrere kleinere Handelsketten wie Famila Soest und tegut haben Garantiezusagen für die Gentechnikfreiheit ihrer Produkte gegeben.
23.7.1999: Die Tengelmann-Gruppe hat auf hartnäckiges Nachfragen hin Greenpeace gegenüber bekanntgegeben, dass in ihren Eigenmarken wie Naturkind, A&P, Masterproduct und Plus in Zukunft keine Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen verwendet werden!
30.7.1999: Die Rewe-Gruppe schließlich hat bei einer Greenpeace-Aktion vor der Rewe-Zentrale in Köln erklärt, für die Herstellung ihrer Eigenmarken wie ja! keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen.
26.8.1999: Mit Edeka hat die größte Unternehmensgruppe auf dem deutschen Lebensmittelmarkt den vollständigen Ausstieg aus der Gentechnik angekündigt. Die Firmenzentrale in Hamburg erklärte, dass Edeka keine Eigenmarken führe, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten. Auch für den nicht kennzeichnungspflichtigen Bereich der Tiernahrung werde die Gentechnikfreiheit künftig garantiert.
11.9.1999: Spar und Lidl haben nun ebenfalls ihren Verzicht auf gentechnisch veränderte Zutaten in ihren Eigenmarken erklärt. Damit haben sich fünf der sieben führenden Unternehmen im deutschen Lebensmittelhandel, die zusammen drei Viertel des Marktes beherrschen, für gentechnikfrei erklärt.
2.10.1999: Die Metro AG hat als vorletztes Handelsunternehmen in Deutschland bekanntgegeben, dass sie in ihren Eigenmarken ebenfalls keine Gentechnik verwenden wird.
12.10.1999: Als letzte haben Aldi Süd und Aldi Nord bekanntgegeben, dass sie, wie die anderen deutschen Handelsketten auch, auf den Einsatz der Gentechnik in ihren Eigenmarken verzichten wollen. Dies wollen sie erreichen, indem sie von ihren Lieferanten und Vorlieferanten entsprechende Zusagen verlangen.

All dies sind große Erfolge für unsere Umwelt und für die Verbraucher. Greenpeace wird durch stichprobenartige Kontrollen überprüfen, ob die Konzerne ihre Zusagen auch einhalten.

Auch im europäischen Ausland stoßen gentechnische Veränderte Lebensmittel auf Ablehnung: Sainsbury (England), Marks & Spencer (England), Carrefour (Frankreich), Superquinn (Irland), Migros (Schweiz), Delhaize (Belgien) und Esselunga (Italien) haben im März 1999 bekanntgegeben, dass sie bei sämtlichen Eigenmarken auf gentechnisch veränderte Lebensmittel verzichten. Darüber hinaus haben sich bereits weitere Handelsketten wie Iceland (England) und Spar Österreich gegen Gentechnik-Lebensmittel ausgesprochen und gentechnisch veränderte Produkte größtenteils aus dem Sortiment genommen.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 06.03.2002