Puten-Doping für Diät-Marke "Du darfst"

Hintergrund
Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart informierten am 03.11.2001 die Stuttgarter Bevölkerung über die angeblich so gesunde Marke "Du darfst". Der Nahrungsmittelkonzern Unilever bezieht das Putenfleisch, das in "Du darfst"-Produkten landet, aus deutscher Massentierhaltung. Die Tiere werden mit Antibiotika und Schmerzmittel gedopt, damit sie die Qualen und Krankheitserreger im viel zu engen Stall bis zum Schlachttermin aushalten. Lesen Sie auch unsere Presseerklärung.
Infoaktion

Eine drei Meter hohe Pute (im Bildhintergrund, aus Pappmachee) mit dem Logo der Diätmarke "Du darfst" symbolisierte das Thema, auf das wir die Passanten mit Infobroschüren aufmerksam machten: Noch immer ist es in Deutschland an der Tagesordnung, dass Puten unter schier unvorstellbaren unhygienischen und schmerzhaften Bedingungen gemästet werden.

 

 

Infos für Passanten
© von Herrmann


Greenpeace informiert...
© von Herrmann
 

Um Krankheiten und Schmerzen (durch aufgescheuerte Hautstellen und das enorm hohe Körpergewicht durch die Mast) bei den Tieren vorzubeugen, werden sie regelrecht mit Antibiotika und Schmerzmitteln vollgestopft, wie Greenpeace-Recherchen ergaben.

Die Bürger zeigten sich sehr interessiert an diesem Thema. Die von uns angeprangerten Produktionsweisen von Unilevers Marke "Du darfst" waren den Passanten in der Regel nicht bekannt.

Gerne unterschrieben die interessierten Leute eine Protestpostkarte an den Nahrungsmittelkonzern Unilever. Auf der Postkarte wird Unilever aufgefordert, auf Putenfleisch aus Massentierhaltung zu verzichten. Wir konnten etwa 500 Unterschriften auf diesen Postkarten sammeln.


Gespräche mit Passanten
© von Herrmann

 

Die Bürger rissen uns förmlich die Infos und Protestpostkarten aus der Hand. Das Thema bewegt offensichtlich viele Menschen. Mehrere hundert Infobroschüren und alle 500 Postkarten waren innerhalb von fünf Stunden komplett verteilt.

Die Stuttgarter Nachrichten kündigten die Infoaktion an, die Stuttgarter Zeitung berichtete im Nachhinein.

  gedopte Pute hört zu :–)
© von Herrmann


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 06.11.2001