Beim Fischkauf - Augen auf!
| Hintergrund |
| Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen
weltweit immer mehr Fischbestände vor dem Zusammenbruch. Laut
FAO sind mittlerweile drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten
an der Belastungsgrenze oder überfischt. Damit droht eine der
wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet zu werden.
Vor diesem Hintergrund kann Greenpeace aus ökologischer Sicht
zurzeit nur vier Fischarten zum Kauf empfehlen: Karpfen, Makrele,
Hering und Seelachs (Köhler) - und darüber hinaus
Fischprodukte aus Bio-Aqua-Kultur!
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| Info-Aktion |
| Bereits im November 2003 hatten wir mit einer Info-Aktion
unter dem Motto "Augen auf beim Fischkauf" auf das Problem
der Überfischung aufmerksam gemacht. mehr...
Am 27.03.2004 waren wir erneut auf der Stuttgarter Königstraße,
um mit großen Augen-Masken symbolisch den Blick auf dieses
Problem zu lenken. Als Ratgeber verteilten wir an Passanten unter
anderem unseren Verbraucherführer
"Fisch & Facts" (Download siehe unten).
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| Die meisten Passanten wussten nicht, dass sogar
gängige Arten, wie Heilbutt, Rotbarsch oder Seehecht,
überfischt sind. Auch exotische Arten sollte man aus ökologischer
Sicht nicht kaufen - wie Garnelen (Shrimps), Viktoriabarsch oder
Tiefseefische.
Verbraucher sollten daher bei ihrem Lebensmittelhändler fragen,
wo und wie sein Fisch gefangen wird. Außerdem sollten sie
Produkte aus Bio-Aqua-Kultur verlangen. Auf keinen Fall sollte man
Produkte kaufen, die von bedrohten Arten stammen, wie alle Haiprodukte
(zum Beispiel Schillerlocken).
Lesen Sie zum Problem der Überfischung der Weltmeere auch
unser Flugblatt
"Augen auf beim Fischkauf!" (PDF-Datei, 125 kB) und unsere
Presseerklärung. |
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| Unterschriften-Sammlung |
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Außerdem sammelten wir Unterschriften, damit Island die 2003
erneut begonnene Jagd auf Wale wieder einstellt. Trotz des weltweit
geltenden Jagdverbots wurden 38 Minkewale abgeschossen. Dieses Jahr
will Island sogar 250 Wale töten!
Sie können ebenfalls Unterschriften sammeln und an den isländischen
Botschafter in Berlin schicken. Alle notwendigen Angaben finden
Sie auf unserer Unterschriftenliste
(PDF-Datei, 21 kB).
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Greenpeace fordert eine Verringerung der Fischfangflotten
um die Hälfte. Die Fischbestände müssen nach dem
Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, sodass es gar nicht
zur Überfischung kommt. Außerdem sollten die Fangmethoden
auf die gewünschte Fischart zugeschnitten sein, um eine Minimierung
des Beifangs zu erreichen. In ökologisch sensiblen Bereichen
müssen Meeresschutzgebiete geschaffen werden, damit
sich die Fischbestände dort erholen können. Zudem muss
sofort jede Waljagd beendet werden. |
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| Ergebnis |
| Wir konnten mehr als 250 Unterschriften für ein
Ende der isländischen Waljagd sammeln und viele Passanten auf
das Problem der weltweiten Überfischung aufmerksam machen. So
verteilten wir rund 250 Exemplare vom Greenpeace-Verbraucherführer
"Fisch & Facts"
(siehe auch Download unten), der zahlreiche Tipps für den umweltfreundlichen
Einkauf von Fischprodukten enthält. |
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| Download |
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Unser Infoblatt "Die
Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei,
525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen
und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. |
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Im Verbraucherführer
"Fisch&Facts" (PDF-Datei, 318 kB) können
Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht
als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal"
einzuordnen sind. |
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Auf der Rückseite
des Fischführers (PDF-Datei, 235 kB) finden Sie Hintergrund-Informationen
zu den Themen "Kabeljaukrise", "Tiefsee-Fischerei"
und "Chemie im Fisch". |
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Der
kleine Fischführer (PDF-Datei, 66 kB) hat die Größe
einer Scheckkarte, sodass er auch in Ihre Geldbörse passt
und Ihnen im Fischgeschäft oder Supermarkt als Einkaufshilfe
dienen kann. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
13.05.2004
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