Unterschriften-Aktion beim Film "Deep Blue"

Hintergrund

Der britische Dokumentarfilm "Deep Blue" über die Schönheiten des Lebens im Meer hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Besucher in die Kinos gelockt. Greenpeace konnte mit der Produktionsfirma BBC und einer Kinokette eine begrenzte Kooperation vereinbaren, um die Kinobesucher zusätzlich zum Film über den Schutz der Ozeane zu informieren.
Auch in Stuttgart kam eine Zusammenarbeit zu Stande: Am 10.02.2004 informierte die Greenpeace-Gruppe Stuttgart vor und nach den Abendvorstellungen zahlreiche Besucher des Kinos im Bosch-Areal über die Schönheit und die Bedrohung maritimer Ökosysteme. Im Mittelpunkt standen dabei Probleme, die durch Überfischung und Waljagd entstehen.

Unterschriften-Aktion

Wir sammelten auch Unterschriften, damit Island die im vergangenen Jahr erneut begonnene Jagd auf Wale wieder einstellt. 2003 wurden 38 Minkewale abgeschossen. In diesem Jahr will Island trotz des seit 1986 geltenden weltweiten Jagdverbots 250 Wale töten.

Auch Sie können Unterschriften sammeln und selbst an den isländischen Botschafter in Berlin schicken. Alle notwendigen Angaben finden Sie auf unserer Unterschriftenliste "Whale-Watching statt Walfang!" (PDF-Datei, 21 kB).


© Flierl



© BBC

Der Film "Deep Blue" zeigt in sehr eindrucksvollen Bildern das Leben im Meer: von den Sand- und Felsküsten, über die Korallenriffe und das Eismeer, bis hinab in die Tiefsee.

Die zahlreichen ökologischen Gefahren für die maritimen Lebensräume werden in "Deep Blue" dagegen weitgehend ausgeblendet.


© Greenpeace
Gefahren ausgeblendet

So geht "Deep Blue" auf die Versenkung von Atommüll, die Verklappung von Chemikalien und die Verschmutzung mit Erdöl nicht ein. Ausgeblendet wird auch die Tatsache, dass durch Überfischung inzwischen drei Viertel der Fischbestände an der Belastungsgrenze oder vor dem Zusammenbruch stehen. Und auch die fast völlige Ausrottung der Großwale wird bloß mit einem Satz am Ende des Films erwähnt.


© Flierl


Diese Bedrohungen des Lebensraums Meer darf man aber nicht ignorieren, sondern müssen beseitigt werden! Greenpeace schlägt für solche Probleme konkrete Lösungen vor, wie die Schaffung von Meeresschutzgebieten. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung "Friedliche Meeressafari statt blutige Waljagd".

Ergebnis

Der regionale Radio-Sender "Die Neue 107,7" sprach vor der Aktion mit unserem Meere-Experten und berichtete über unsere Unterschriften-Sammlung.
Wir konnten mehr als 200 Unterschriften für ein Ende der isländischen Waljagd sammeln und zahlreiche Kinobesucher auf weitere ökologische Bedrohungen des Lebens im Meer aufmerksam machen, wie das Problem der weltweiten Überfischung. Vor allem unser Verbraucherführer "Fisch & Facts" (siehe auch Download unten) mit Tipps für den umweltfreundlichen Einkauf von Fischprodukten stieß auf großes Interesse.


Download
Unser Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
In unserer bebilderten Broschüre "Wale - geliebt, bedroht, gejagt. Weltpark für Wale statt Fangquoten" (PDF-Datei, 1.760 kB) finden Sie ausführliche Hintergrund-Informationen über Walarten und Waljagd.
In unserem Verbraucherführer "Fisch & Facts" (PDF-Datei, 274 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal" einzuordnen sind.
Auf der Rückseite des Fischführers (PDF-Datei, 235 kB) finden Sie Hintergrund-Informationen zu den Themen "Kabeljaukrise", "Tiefsee-Fischerei" und "Chemie im Fisch".


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 13.05.2004