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Presseerklärung vom 17. Juli 2004 Stoppt die grausame und illegale Waljagd!Greenpeace fordert: Walfangkommission muss alle Wale schützen Stuttgart, 17.07.2004 - Die Internationale Walfangkommission (IWC) soll zu einer Walschutzkommission werden. Das fordern Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart am Samstag, den 17. Juli an einem Infostand in der mittleren Königstraße/Ecke Bolzstraße. Zwischen 11 und 16 Uhr machen die Umweltschützer mit einem drei Meter langen aufblasbaren Wal auf ihre Aktion aufmerksam. Die Passanten werden aufgefordert, sich mit einer Tafel in der Hand, welche die Aufschrift „Stoppt die Waljagd“ trägt, fotografieren zu lassen. Die Fotos gehen als Zeichen des Protests gegen die Waljagd an die IWC, die in diesem Monat im italienischen Sorrento tagt. Die IWC soll nach dem Willen der Umweltaktivisten bestehende Walschutzgebiete gegen den Zugriff der Walfangländer verteidigen und neue Schutzzonen einrichten. „Skrupellose Waljäger haben zahlreiche Walarten an den Rand der Ausrottung gebracht“, sagt Thorsten Peters, Meeresexperte bei Greenpeace Stuttgart. „Die IWC muss nun dafür sorgen, dass alle Wale umfassend geschützt werden.“ Seit 1972 hat die IWC verschiedene Walschutzgebiete eingerichtet und ein Verbot der kommerziellen Waljagd erlassen. Die Jagd auf Wale wurde dadurch jedoch nicht beendet. Norwegen und Island setzen sich über das Verbot hinweg und die japanische Walfangflotte tötet seit 15 Jahren Wale zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken. „Die Wissenschaft dient als Deckmantel der Delikatessenindustrie“, so Peters. „In Wirklichkeit handelt es sich um kommerzielle Waljagd, das Walfleisch wird teuer verkauft. Dieses grausame Geschäft muss endlich aufhören! Waljagd ist illegal!“ Selbst in den bestehenden Walschutzgebieten sind die großen Säugetiere nicht völlig sicher. Die Walfangnationen versuchen ständig, die bestehenden Schutzgebiete zu kippen und die Einrichtung neuer Schutzgebiete zu verhindern. „Japan betreibt ein schmutziges Geschäft. In den letzten Jahren hat es sich mit Geldern für angebliche 'Entwicklungsprojekte' Stimmen anderer Länder wie beispielsweise mehrerer Karibikstaaten gekauft, um eine Mehrheit für seine Anträge in der IWC zu bekommen“, sagt Greenpeace-Meeresexperte Peters. Greenpeace fordert die Mitgliedsländer der IWC auf, Vorstößen der Waljagdbefürworter entschlossen entgegenzutreten, um die Erholung der Walbestände zu sichern. Trotz Schutzgebieten konnten sich die Bestände der riesigen Meerestiere
in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausreichend erholen, weil ihr Lebensraum
vom Menschen als Müllkippe missbraucht wird. Da Wale am Ende der
Nahrungsketten stehen, reichert sich in ihren Körpern häufig
so viel Gift an, dass gestrandete Wale eigentlich als Sondermüll
gelten müssten. Darüber hinaus sind Wale durch die Fischerei
bedroht: Die Überfischung bedroht die Nahrungsgrundlage der Meeressäugetiere.
Zehntausende Wale sterben jedes Jahr qualvoll als Beifang in Stell- und
Treibnetzen. |