Ferien für die Meere - Schutzgebiete jetzt!

Hintergrund

Das Leben in Nord- und Ostsee ist durch Überfischung und Verschmutzung stark gefährdet. Jährlich werden in der Nordsee rund 2,5 Millionen Tonnen Fisch gefangen, in der Ostsee sind es eine Million Tonnen. Hinzu kommen mehr als 700.000 Tonnen mitgefangene Meerestiere pro Jahr, die als unerwünschter Beifang verletzt oder tot wieder über Bord geworfen werden. Und jedes Jahr wird die Nordsee mit mindestens 30.000 Tonnen Erdöl aus Bohrinseln und Schiffen verschmutzt, die Ostsee muss etwa 15.000 Tonnen Öl verkraften. Greenpeace fordert deshalb, mindestens 40 Prozent von Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen.

Unterschriften-Aktion

Um diese Forderung bei Politikern durchsetzen zu können, haben wir am 25.09.2004 in der Stuttgarter Königstraße um Unterschriften gebeten. Dabei halfen uns drei Meerestiere, die das Leben in Nord- und Ostsee symbolisieren - Makrele, Rochen und Seerobbe.

Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Alarm für Nord- und Ostsee" (PDF-Datei, 271 kB) und unsere Presseerklärung "Ferien für die Meere - Schutzgebiete jetzt!".

Makrele, Rochen und Seerobbe
© Flierl


Makrele
© Flierl

Die Seetiere waren von der Waterkant nach Württemberg gekommen, um sich vom Leben im Meer zu erholen. Dort leiden sie nämlich unter der wachsenden Bedrohung ihres Lebensraums. Deshalb stand ihr Besuch auch unter dem Motto: "Ferien für die Meere - Schutzgebiete jetzt!"

Über den Besuch von Makrele, Rochen und Seerobbe freuten sich besonders Kinder. Die Meerestiere haben aber auch unter Erwachsenen viele Freunde. Trotz regnerischem Wetter konnten wir in nur vier Stunden mehr als 600 Unterschriften für die Schaffung von Schutzgebieten in Nord- und Ostsee sammeln.

Unterschriften-Sammlung
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Rochen
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Unsere Forderungen

Um die Ökosysteme in Nord- und Ostsee vor Überfischung und Verschmutzung zu schützen fordert Greenpeace...
...ein Netz von Meeres-Schutzgebieten einzurichten. Mindestens 40 Prozent von Nord- und Ostsee müssen dauerhaft unter Schutz gestellt werden!
...die Plünderung der Meere zu stoppen. Für überfischte Arten muss ein völliger Fangstopp verhängt werden, bis sich die Bestände erholt haben!
...die Meere nicht länger als Müllkippen zu missbrauchen. Alle Einleitungen von Erdöl, giftigen Stoffen und radioaktiven Substanzen müssen aufhören!
...die Gefahr von Tankerunfällen zu verringern. Alle Einhüllen-Tanker, die älter als 20 Jahre sind, müssen verboten werden! Bei Havarien müssen Tanker sichere Notliegeplätze anlaufen können, damit sich Ölteppiche nicht ausbreiten.

Seerobbe
© Flierl


Ergebnis
Wir konnten mehr als 600 Unterschriften für den Schutz von Nord- und Ostsee sammeln und viele Passanten für die Bedrohung von Meeres-Ökosystemen sensibilisieren. So verteilten wir hunderte Flugblätter und auch zahlreiche Exemplare des Greenpeace-Verbraucherführers "Fisch & Facts" (Download siehe unten), der beim umweltfreundlichen Einkauf von Fischprodukten berät.

Download
In unserem Flugblatt "Alarm für Nord- und Ostsee" (PDF-Datei, 271 kB) finden Sie die Forderungen, die Greenpeace zum Schutz beider Meere an Politik und Fischerei-Industrie stellt.
Das Infoblatt "Fische in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände inzwischen erreicht hat.
Unser Infoblatt "Umgepflügte Meeresböden" (PDF-Datei, 363 kB) erläutert die Zerstörung von Meeres-Ökosystemen durch unangepasste Fischerei-Methoden (wie Schlepp- oder Treibnetze).
Unser Spezial-Info "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
Im Verbraucherführer "Fisch&Facts" (PDF-Datei, 318 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal" einzuordnen sind.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 02.10.2004