"Rezept gegen Überfischung" von Vincent Klink
Karpfenfilet mit Kardamom und Piment
| Hintergrund |
| Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit
drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze
oder überfischt. Verbraucher müssen deshalb aber nicht
auf Fischgerichte verzichten - es kommt nur darauf an, den richtigen
Fisch zu kaufen! Aus ökologischer Sicht sind zurzeit nur vier
Fischarten unbedenklich - Hering, Karpfen, Makrele und Seelachs
(Köhler). Außerdem können wir Fischprodukte
aus Bio-Aquakultur empfehlen. Lesen Sie hierzu auch unseren
Verbraucherführer "Fisch
& Facts" (Download siehe unten).
Um Verbraucher zu mehr Umweltbewusstsein beim Fischkauf anzuregen,
haben wir einen ungewöhnlichen Versuch unternommen. Wir baten
prominente Stuttgarter Köche, mit ihrem persönlichen "Rezept
gegen Überfischung" eine Alternative zum Raubbau an den
weltweiten Fischbestände aufzuzeigen. Hierfür durften
sie aber nur Hering, Karpfen, Makrele und Seelachs (Köhler)
verwenden.
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| Vincent Klink |
| Der Stuttgarter Sternekoch Vincent Klink war von unserer Idee
sofort angetan. Schließlich hat er sich nicht allein der exquisiten,
sondern auch der umweltschonenden Küche verschrieben.
Seit 1991 betreibt Klink in Stuttgart an der Alten Weinsteige sein
"Restaurant
Wielandshöhe". Für seine Kochkunst, in der er
vorwiegend regionale und ökologisch erzeugte Lebensmittel verarbeitet,
wurde er mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
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© Klink/Gensch
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© Pres |
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Klink weiß, "dass Greenpeace nichts mit
Laubfroschkopulation" zu tun hat, denn er ist schon seit Jahren
bei uns Fördermitglied. Zudem gibt er die Zeitschrift "Häuptling
Eigener Herd" heraus, die sich als kulinarische Kampfschrift
mit literarischem Anspruch sieht. Darin engagiert sich Klink für
nachhaltig erzeugte, schonend zubereitete und genussvoll verzehrte
Speisen - und gegen Gen- und Junkfood!
Als sein persönliches "Rezept gegen Überfischung"
kocht Klink für uns Karpfenfilet mit Kardamom und Piment. |
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| Karpfenfilet mit Kardamom und Piment |
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Dieses "Rezept gegen Überfischung" von Sternekoch
Vincent Klink finden Sie unten auch zum Download (PDF-Datei, 183
kB). Wir wünschen guten Appetit!
Zutaten:
2 Karpfenfilets à ca. 200g
2 Frühlingszwiebeln mit Grün
2 EL Butter
2 EL Noilly Prat oder sonstiger weißer, trockener Wermut
250 ml kräftigen Karpfenfond
1 MS abgeriebene Orange
1 MS Kardamom, fein gemörsert
1 MS Piment, fein gemörsert
1/4 Bund glatte Petersilie
1 EL Butter
Salz, Pfeffer
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© Schadwinkel/Greenpeace
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Zubereitung:
Den Karpfen vom Fischhändler filieren lassen. Kopf und Gräten
werden in einen Topf gegeben und mit Wasser knapp bedeckt. Mit Suppengrün
20 Minuten leicht köcheln lassen. Immer wieder abschäumen.
Passieren, zurück in den Topf und soweit einkochen, bis ungefähr
ein Viertelliter übrig bleibt.
Karpfenfilets waschen und mit Küchenkrepp trocknen. Pfeffern
und salzen. In Butter zwei Minuten von jeder Seite bei geringer
Hitze anbraten. Herausnehmen und warm stellen und ziehen lassen.
Die Pfanne ausreiben und mit etwas Butter die in kleine Ringe geschnittenen
Frühlingszwiebeln andünsten. Mit einem Teelöffel
Mehl bestäuben und gut verrühren. Mit dem weißen
Wermut und Fischfond ablöschen. Die Gewürze dazu. Den
Fond um die Hälfte reduzieren. Alles gut durchkochen und mit
einigen Butterflocken abbinden.
Petersilie und Tomatenwürfel dazu, abschmecken mit Salz und
Pfeffer und mit Butter binden.
Gut dazu passen Reisküchlein:
Etwas Pfannkuchenteig mit gekochtem Reis vermischt und als kleine
Pfannküchlein in Butter goldbraun backen.
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| Download |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
02.02.2005
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