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Presseerklärung vom 9. Juni 2005 Schutzgebiete statt WaljagdGreenpeace fordert: Internationale Walfangkommission soll bedrohte Walbestände schützen und nicht zur Jagd freigeben! Stuttgart, 9.6.2005 - Am Samstag, den 11. Juni 2005 zwischen 11 und 16 Uhr wird die Greenpeace-Gruppe Stuttgart auf der oberen Königstraße beim Schlossplatz auf die Gefahr hinweisen, dass das seit 1986 geltende kommerzielle Waljagdverbot auf der anstehenden Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) aufgehoben wird. Vor einem lebensgroßen Zwergwalmodell werden die Bürger Gelegenheit bekommen, mit ihrer Unterschrift gegen die bereits bestehende Waljagd Islands zu protestieren. „Wenn unsere Enkel auch noch lebende Wale zu Gesicht bekommen sollen, ist es höchste Zeit, dass die IWC endlich Maßnahmen gegen die zahlreichen Bedrohungen der Wale ergreift, anstatt deren Abschlachten auch noch zu legalisieren!“ fordert Greenpeace-Walexperte Thorsten Peters. Schon ohne Waljagd fallen jedes Jahr mehrere hunderttausend Wale den Folgen menschlicher Aktivitäten zum Opfer, beispielsweise durch die massive Meeresverschmutzung oder einfach als ungewollter Beifang in den Fischernetzen. Dessen ungeachtet versuchen die Waljagdnationen auf der diesjährigen IWC-Tagung, mit der Einführung eines so genannten „Bewirtschaftungssystems“ (englisch: „Revised Management Scheme“) das seit knapp 20 Jahren geltende Waljagdmoratorium abzuschaffen. Schon bisher konnten Waljagdnationen ihr Treiben fortsetzen mit dem Hinweis auf eine Klausel im Vertragstext des Waljagdmoratoriums, welche die Tötung von Walen zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Im August 2003 hat auch Island die Waljagd unter dem wissenschaftlichen Deckmantel wieder aufgenommen. Seitdem starben 61 Großwale durch Isländische Harpunen. „Wie kann ein Land nur so kurzsichtig handeln und die Tiere töten, denen es jedes Jahr zigtausende von Touristen verdankt?“ wundert sich Peters. Der Waltourismus (Whale-Watching) ist zu einer Haupteinnahmequelle für den Fremdenverkehr Islands geworden. Blau-, Sei-, Finn- und Buckelwale halten sich in den Küstengewässern Islands auf, die furchtlosen Minkewale kommen sehr nahe an Boote heran. Jedes Jahr besuchen über 60.000 Touristen die isländischen Fjorde, um Wale in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, und lassen dafür bis zu acht Millionen Euro im Land.
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