Unterschriften-Aktion für Schutzgebiete statt Waljagd!
| Hintergrund |
| Ende Juni 2005 kam im südkoreanischen Ulsan die Internationale
Walfang-Kommission (IWC) zu ihrer Jahrestagung zusammen. Auf der
Konferenz versuchten einige Staaten (geführt von Island, Norwegen
und Japan) erneut, das seit 1986 geltende Jagdverbot für Wale
aufzuweichen.
Island hatte die Jagd erst 2003 wieder aufgenommen - unter dem Vorwand,
"wissenschaftlichen Walfang" zu betreiben. Seitdem haben
isländische Waljäger 61 Großwale illegal getötet.
Von Norwegern und Japanern werden pro Jahr trotz Verbot jeweils
etwa 700 Großwale abgeschossen.
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| Unterschriften-Aktion |
| Am 11.06.2005, gut eine Woche vor Beginn der IWC-Jahrestagung,
sammelten wir bei einem Aktionsstand am Stuttgarter Schlossplatz
Unterschriften gegen die isländische Waljagd. Dabei symbolisierte
ein aufblasbarer kleiner Wal seine bedrohten Artgenossen.
Greenpeace will durch gezielten Druck auf die isländische
Regierung erreichen, dass Island die Gruppe der drei Waljagd-Nationen
in der IWC wieder verlässt. Unabhängig von der Island-Kampagne
protestiert Greenpeace aber auch in Norwegen und Japan weiter gegen
die illegale Waljagd!
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© Hermes
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| Schutzgebiete statt Waljagd! |
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Für Island ist die Wiederaufnahme der Waljagd völlig
unsinnig. Die isländische Tourismus-Branche verdient nämlich
durch Boot-Safaris zur Wal-Beobachtung (Whale-Watching) jährlich
rund acht Millionen Euro. Dagegen ist erjagtes Walfleisch fast wertlos,
weil es in Island kaum gegessen wird und das Fleisch nicht exportiert
werden darf.
Eine vernünftige Alternative wäre daher, rund um Island
Walschutzgebiete zu schaffen und damit um Touristen zu werben. |
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© Flierl
Walschutzgebiete jetzt!
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| Ergebnis |
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Bei unserer Aktion verteilten wir rund 500 Flugblätter "Schutzgebiete
statt Waljagd" und mehrere hundert Greenpeace-Broschüren
zum Thema "Wale". Knapp 800 Menschen unterstützten
mit ihrer Unterschrift die Greenpeace-Forderung an die isländische
Regierung, die Waljagd sofort zu beenden. Am 20.06.2005, als die
IWC-Jahrestagung im südkoreanischen Ulsan begann, besuchten
wir das isländische Konsulat in Stuttgart, um die Unterschriften
zu übergeben. mehr...
Der weltweite Protest gegen die illegale Waljagd von Island,
Norwegen und Japan zeigt Wirkung. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten
der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) lehnte es auf der diesjährigen
Tagung erneut ab, das seit 1986 geltende weltweite Verbot der Waljagd
aufzuheben. Dessen ungeachtet und entgegen internationales Recht
kündigte die japanische Regierung an, ihre so genannte "wissenschaftliche"
Waljagd auf mehr als tausend Tiere im Jahr zu verdoppeln. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
03.07.2005
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