Stuttgarter Nachrichten vom 21. März 2005

Protest gegen Tierquälerei

Das bevorstehende Osterfest ruft auch Umwelt- und Tierschützer auf den Plan. Am Samstag informierte Greenpeace, wie Verbraucher bedrohte Fischarten schützen können. (...)

von Jürgen Lessat

Passanten hasten wie jeden Tag auf der Königstraße entlang. Nur, dass am Samstag kurz vor Ostern eine blonde Meerjungfrau die Eiligen irritiert. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart hat die Fischfrau am Nesenbach postiert, um auf die Gefährdung von Fischarten durch Überfischung aufmerksam zu machen. "Rücksichtslose Fischerei wird bald den letzten Fischbeständen den Garaus machen", prophezeit Umweltaktivist Thorsten Peters. Der Exodus in den Weltmeeren könne nur gestoppt werden, indem Fangflotten reduziert und für ökologisch empfindliche Gebiete Fangverbote erlassen würden. Verbraucher könnten zum Erhalt bedrohter Fischarten beitragen, indem sie nur Fisch aus Bio-Aquakultur oder nicht akut gefährdete Arten wie "Makrele, Hering, Karpfen und Köhler-Seelachs" kaufen, aber "bitte nicht den bedrohten Alaska-Seelachs". Viele Passanten unterstützten die Forderungen: "Wir essen nur Fischstäbchen", meint Eveline Desimone aus Bietigheim. Aber auch daran findet der Experte keinen Geschmack: "In Stäbchen wird gefährdeter Kabeljau verarbeitet." (...)


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 24.03.2005