Helft der Meerjungfrau, stoppt Überfischung!

Hintergrund

Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen weltweit drei Viertel aller Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind überfischt. Das bedeutet aber nicht, dass Verbraucher auf Fischgerichte völlig verzichten müssen - es kommt nur darauf an, den richtigen Fisch zu nehmen!
Zum einen kann man ökologisch unbedenkliche Fischarten kaufen, wie Hering, Karpfen, Makrele und Seelachs (Köhler). Und zum anderen findet man in Bioläden, aber auch in normalen Supermärkten, immer häufiger Fisch aus Bio-Aquakultur. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.

Info-Aktion

Deshalb haben wir am 19.03.2005 in der Stuttgarter Königstraße für eine nachhaltige Fischerei geworben. Als "Expertin" hatten wir eine Meerjungfrau eingeladen, die Passanten und Presse aus eigener Erfahrung erzählte, wie ihre Freunde die Fische ausgerottet werden.

Passanten konnten sich mit der Meerjungfrau solidarisch zeigen, indem sie sich mit ihr und verschiedenen Schrifttafeln fotografieren ließen. Die Bilder finden Sie in unserer Foto-Galerie. Viele Passanten machten auch eigene Aufnahmen.


© Kostüm: Jasmin Kohlöffel
© Fotos: Hermes



© Hermes

Wir verteilten unser Flugblatt "Helft der Meerjungfrau" (PDF-Datei, 68 kB) mit Beispielen, welche Fischprodukte aus Bio-Aquakultur Sie in Stuttgart finden. Diese Liste finden Sie auch hier...

Interessierte Passanten erhielten auch den neuen Verbraucherführer "Fisch & Facts" (Download siehe unten). Er zeigt auf, welche Fischarten aus ökologischer Sicht unbedenklich sind - und welche Sie besser nicht kaufen sollten.


© Hermes


© Hermes

Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag zur Schonung der weltweiten Fischbestände leisten:

Fragen Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie er gefangen wurde!
Vermeiden Sie problematische Fischarten und verwenden Sie nur unbedenkliche Arten!
Kaufen Sie wenn möglich Fisch aus nachhaltiger Bio-Aquakultur!


© Hermes
"Rezepte gegen Überfischung"

Bei unserer Info-Aktion fanden auch die "Rezepte gegen Überfischung" viel Interesse, die uns die prominenten Stuttgarter Sterneköche Vincent Klink und Bernhard Diers zur Verfügung gestellt hatten.

Um Verbraucher zu Umweltbewusstsein beim Fischkauf anzuregen, hatten wir bekannte Köche gebeten, mit ihrem persönlichen Rezept eine Alternative zum Raubbau an den Fischbeständen aufzuzeigen. Sie durften für diese Fischrezepte jedoch nur die unbedenklichen Arten Hering, Karpfen, Makrele und Seelachs (Köhler) verwenden.

Die Rezepte von Vincent Klink und Bernhard Diers sowie zahlreiche weitere "Rezepte gegen Überfischung" finden Sie hier...


© Hermes

Greenpeace-Forderungen

Neben den Verbrauchern müssen auch Fischereiwirtschaft und Politik für den Schutz der Weltmeere handeln. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass...
...die industriellen Fischfangflotten auf die Hälfte verringert werden.
...die Fischbestände nach dem Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, um Überfischung zu vermeiden.
...die Fangmethoden so auf die gewünschte Fischart zugeschnitten werden, dass Beifang vermieden wird.
...in ökologisch empfindlichen Seegebieten strenge Meeresschutzzonen eingerichtet werden.

Ergebnis

Die Stuttgarter Nachrichten berichteten am folgenden Montag über unsere Meerjungfrau-Aktion und über die Greenpeace-Forderungen für eine nachhaltige Fischerei.

Wir verteilten an Passanten etwa 500 Flugblätter "Helft der Meerjungfrau" samt Biofisch-Liste sowie mehr als 200 Verbraucherführer "Fisch & Facts". Außerdem unterstützten fast 200 Passanten die Forderungen der Meerjungfrau und von Greenpeace, indem sie sich mit ihr und unseren Schrifttafeln fotografieren ließen. Alle Bilder finden Sie in unserer Foto-Galerie.


Download
Im Flugblatt "Helft der Meerjungfrau" (PDF-Datei, 68 kB) finden Sie eine Liste mit Beispielen, welche Fisch-Produkte aus Bio-Aquakultur man in Stuttgart kaufen kann und wo man sie findet.
Auf der Überblicksseite zu unserem Projekt "Rezepte gegen Überfischung" finden Sie Fischrezepte mit ökologisch unbedenklichen Arten zum Herunterladen - darunter auch Rezepte, die die prominenten Stuttgarter Sterneköche Vincent Klink und Bernhard Diers exklusiv für uns geschrieben haben.
Im Verbraucher-Führer "Fisch & Facts" (PDF-Datei, 582 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal" einzuordnen sind.
In einem älteren "Fisch & Facts", der Rückseite des Fischführers 2003 (PDF-Datei, 235 kB), finden Sie Hintergrund-Informationen zu den Themen "Kabeljaukrise", "Tiefsee-Fischerei" und "Chemie im Fisch".
Unser Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 23.05.2005