 
Greenpeace ruft
Fischesser zur Mithilfe auf
Foto: Uli Kraufmann |
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Fisch, sagen die Ernährungswissenschaftler,
sei eines der gesündesten Nahrungsmittel. Doch die Sache hat
einen Haken: Der Fisch muss erst einmal gefangen werden - und dies
geschieht oft mit brutalen Methoden. Die Umweltschutzorganisation
Greenpeace protestierte am Samstag dagegen.
Weil die küstennahen Gewässer beinahe leer gefischt sind,
dringen Fangflotten immer tiefer in nie zuvor erreichte Meeresregionen
vor. Auf dem offenen Ozean, viele Meilen außerhalb der nationalen
Gerichtsbarkeit, ziehen riesige schwimmende Fischfabriken Schleppnetze
hinter sich her, deren Öffnungen groß wie Fußballfelder
sind.
Die Netze sind mit tonnenschweren Eisenrollen ausgestattet, die
über den Meeresboden schleifen und dort alles Leben auslöschen.
Korallen, Muscheln und Fischlaich werden rücksichtslos zermalmt.
"Das ist eine der brutalsten Fangmethoden", sagt Thorsten
Peters von Greenpeace. "Was in tausenden von Jahren gewachsen
ist, wird innerhalb weniger Minuten zerstört."
Seespinnen, Kraken und kleinere Fische, die in den weit gehend unerforschten
Seebergen leben, geraten ebenfalls in die Fangnetze und werden später,
meist tot, wieder über Bord geworfen. Greenpeace fordert von
den Mitgliedstaaten der EU, deren Schiffe 60 Prozent der gesamten
Fangmenge erzielen, ein sofortiges Verbot dieser Fischerei. Auf
der Königstraße sammelten die Umweltschützer Unterschriften
gegen die Zerstörung der Tiefsee. Verbraucher können eine
umweltverträgliche Fischerei unterstützen, indem sie nur
Fisch kaufen, der nicht so rücksichtslos gefangen wurde.
Weitere Informationen im Internet unter:
www.greenpeace-stuttgart.de |