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Presseerklärung vom 1. April 2006 April! April! "Initiative Pro Walfleisch" existiert nichtGreenpeace schickte Passanten auf der Königstraße in den April Stuttgart, 01.04.2006 - Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart hat am heutigen Samstag, den 1. April 2006 die Stuttgarter Bürger mit einer Aktion in der Königstraße in den April geschickt: Dabei verteilten Mitarbeiter der fiktiven japanischen Lobbyorganisation "Initiative Pro Walfleisch" kleine Kostproben von geräuchertem Walfleisch. Diese Initiative wurde von den Stuttgarter Greenpeacern frei erfunden und existiert nicht. Bei den Walfleischproben handelte es sich um mit Roter Bete gefärbten Tofu. Die Protestaktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart gegen Waljagd sowie die Unterschriftensammlung für den weltweiten Schutz der Wale hingegen waren kein Aprilscherz. "Es war sehr erstaunlich und erschreckend, dass einige Passanten gern das Walfleisch probierten. Jedoch zeigten die meisten Bürger kein Verständnis für das Vorhaben der fiktiven "Initiative Pro Walfleisch", japanisches Walfleisch auch in Deutschland anzubieten. Innerhalb weniger Stunden sammelten die Stuttgarter Greenpeacer über 900 Unterschriften für den weltweiten Schutz der Wale", sagt Winfried Urner, Wale-Experte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. Der Aprilscherz der Stuttgarter Umweltschützer hat einen ernsten Hintergrund: Seit Jahren stellen die Waljagd-Nationen Japan, Island und Norwegen bei den Vertragsstaatenkonferenzen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) Anträge, den weltweiten Handel mit Walprodukten wieder zuzulassen. Die Anträge wurden bisher jedoch mit großer Mehrheit abgelehnt. Ihre Annahme würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem gravierenden Anstieg der Waljagd führen. Im Juni 2006 tagt auf der Inselgruppe St. Kitts und Navis in der Karibik die Internationale Walfang-Kommission (IWC), wo Japan versuchen wird, die seit 1986 verbotene kommerzielle Waljagd wieder zu legalisieren. Die japanische Waljagd-Flotte ist wieder im Südpolarmeer unterwegs, um dort unter dem Deckmantel des "wissenschaftlichen" Walfangs wie jedes Jahr hunderte Minkewale zu töten. Japan missachtet damit das 1994 von der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) beschlossene Walschutzgebiet im Südpolarmeer. In dieser Saison sollen 935 Minkewale geschossen werden - doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Sogar die extrem gefährdeten Buckel- und Finnwale sollen gejagt werden, obwohl diese Arten ebenso wie die Minkewale auf der Roten Liste des Weltnaturschutz-Dachverbandes IUCN stehen. Greenpeace verlangt von Japan, Island und Norwegen, sich den Bestimmungen der Inter-nationalen Walfang-Kommission (IWC) zu beugen und die Waljagd sofort einzustellen! Außerdem fordert Greenpeace die Einrichtung eines weltweiten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten: Mindestens 40 Prozent der Meere müssen dauerhaft geschützt werden!
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