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Presseerklärung vom 30. November 2006 Die neue Bio-Fisch-Liste ist da!Die aktualisierte Übersicht der Greenpeace-Gruppe Stuttgart hilft Verbrauchern beim umweltfreundlichen Fischkauf. Stuttgart, 30.11.2006 - Rechtzeitig vor den Feiertagen stellt die Greenpeace-Gruppe Stuttgart ihre neue Bio-Fisch-Liste vor. Sie zeigt Verbrauchern, wo sie in Stuttgart einen Festtagsfisch aus Bio-Aquakultur oder aus nachhaltiger Fischerei kaufen können. Greenpeace präsentiert die Liste am Samstag, den 2. Dezember 2006 zwischen 11 und 15 Uhr bei einem Info-Stand in der Königstraße. Unterstützt werden die Umweltschützer vom Nikolaus, der Weihnachtsplätzchen in Fisch-Form verteilt. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (WHO) stehen weltweit drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind überfischt. „Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte verzichten!“, sagt die Fischerei-Expertin der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, Katja Ludwig. „Solange die Fischbestände nicht nach dem Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, sollte man unbedenkliche Fischarten wie Hering, Makrele und Karpfen kaufen oder Fisch mit Bio-Siegel.“ Um Verbrauchern die Suche nach Fisch aus Bio-Aquakultur oder nachhaltiger Fischerei zu erleichtern, haben die Stuttgarter Umweltschützer das dritte Jahr in Folge in Geschäften nach Bio-Fisch gesucht und in einer Liste zusammengetragen. Dabei fanden sie erneut fragwürdige Fischprodukte, bei denen Bezeichnungen wie "aus kontrolliertem Fang" verschleiern sollen, dass ihnen eine wirkliche Bio-Kennzeichnung fehlt. Bei anderen Produkten deckt die Angabe "Bio" oder "Öko" nur Beilagen wie Gemüse, Panade oder Soße ab und bezieht sich nicht auf den Fisch selbst. „In unserer Bio-Fisch-Liste haben solche Vermarktungstricks keine Chance!“, betont Ludwig. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart weist außerdem darauf hin, dass nicht alle in Bio-Läden angebotenen Fisch-Produkte automatisch Bio-Fisch sind. "In Wahrheit wird in Bio-Läden auch viel Fisch konventioneller Herkunft verkauft", erklärt Ludwig. "Dieser Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet. Dennoch dürfte den meisten Kunden nicht bewusst sein, dass sie hier für teures Geld herkömmlichen Fisch kaufen." Richtige Bio-Fisch-Produkte erkennt man am Zeichen anerkannter Öko-Verbände
(wie Demeter oder Naturland) und an den geschützten Bezeichnungen
"Bio" oder "Öko". Die neue Bio-Fisch-Liste der
Greenpeace-Gruppe Stuttgart ist ab Samstag, den 2. Dezember 2006 im Internet
unter www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.
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