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Bio-Fisch-Produkte erkennt man am EU-Biosiegel oder den Zeichen anerkannter Öko-Verbände,
wie zum Beispiel Naturland. Sie tragen zudem in der Regel die geschützten Begriffe "Bio" oder "Öko"
im Produktnamen.
Vorsichtig ist dagegen angebracht bei Fisch mit unklarer Herkunftsangabe.
So sind beispielsweise Produkte aus "kontrolliertem" oder "nachhaltigem" Fang kein Bio-Fisch,
sondern Wildfang! Da diese Begriffe nicht geschützt sind, sagen sie in der Regel wenig über
die tatsächliche Nachhaltigkeit des Produkts aus. Bio-Fisch stammt dagegen immer aus
Biologischer oder Ökologischer Aquakultur.
Kunden müssen außerdem wissen: Nicht alle Fisch-Produkte aus Bio-Läden sind Bio-Fisch!
Tatsächlich wird dort auch viel Fisch aus Wildfang verkauft!
Der Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet
- also ohne die Begriffe "Bio" oder "Öko".
Den meisten Kunden ist aber nicht bewusst, dass sie für teures
Geld herkömmlichen Fisch kaufen.
Wir sind sogar auf eine Pastete gestoßen, bei der Bio-Fisch
mit einer konventionellen, bedrohten Fischart vermischt ist.
In diesem Fall ist Bio-Lachs nämlich mit Alaska-Seelachs versetzt,
dessen Bestände von Greenpeace wegen rücksichtsloser Fangmethoden
und teilweise starker Überfischung als kritisch eingestuft
werden.
Darüber hinaus müssen Fischkäufer aufpassen, da sich bei manchen Produkten die Angabe "Bio" oder "Öko"
nicht auf den Fisch selbst bezieht, sondern nur Beilagen abdeckt, wie Gemüse oder Panade!
Zunehmend wird Fisch mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) im Handel angeboten.
Der Nachhaltigkeitsgedanke des MSC ist prinzipiell richtig. Allerdings erlauben die schwachen Kriterien
auch die Zertifizierung beifangbelasteter Fischereien oder überfischter Bestände, wie dies zum Beispiel
beim Nordsee-Hering teilweise der Fall ist. Der Kauf von MSC-zertifiziertem Fisch ist damit nur
eingeschränkt empfehlenswert.
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