Meerestiere protestieren vor spanischem Konsulat

Hintergrund

Die Überfischung der Ozeane ist eines der Hauptprobleme beim Meeresschutz. Weil die üblichen Fanggebiete ausgebeutet sind, weichen die Fischfangflotten immer mehr in die Tiefsee aus. Dabei werden große Seegebiete durch riesige Grundschleppnetze leergefischt, die über den Meeresboden gezogen werden. Durch diese brutale Fangmethode, wird auch die einzigartige Artenvielfalt der Tiefseeberge (Seamounts) für immer zerstört.
Die meisten Industrie-Staaten setzen sich inzwischen bei den Vereinten Nationen dafür ein, dass die Fischerei mit Grundschleppnetzen zumindest zeitlich befristet gestoppt wird. Einige Staaten, darunter Spanien, lehnen dies aber aus wirtschaftlichen Gründen ab.

Protest-Aktion

Aus diesem Grund haben wir am 23.11.2006 vor dem spanischen Generalkonsulat in Stuttgart gegen die Grundschleppnetz-Fischerei protestiert. Greenpeace-Aktivisten in Meerestier-Kostümen hielten dabei deutsch- und spanisch-sprachige Tafeln mit der Aufschrift "Spanien: Tiefsee-Zerstörer!".

Lesen Sie hierzu auch unser Infoblatt "Tiefseeberge: Oasen in Gefahr" (PDF-Datei, 155 kB) und die Presseerklärung von Greenpeace Deutschland.


© Hermes



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Die Bestände der Tiefsee können sich von Zerstörungen kaum erholen. Tiefseetiere vermehren sich wegen ihrer extremen Umweltbedingungen unter hohem Wasserdruck und in absoluter Dunkelheit nämlich nur langsam.

Besonders gefährdet ist die Artenvielfalt an Tiefseebergen (Seamounts), die Lebensraum von Fischen, Korallen, Schwämmen und zahlloser weiterer Tierarten sind. Grundschleppnetze zerstören hier in kürzester Zeit, was über Jahrtausende gewachsen ist.


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Was fordert Greenpeace?

Spanien soll seine Blockadehaltung aufgeben und einen zeitlich befristeten Stopp der Fischerei mit Grundschleppnetzen auf hoher See unterstützen.
Darüber hinaus muss es möglichst rasch auch ein grundsätzliches Verbot von Grundschleppnetzen geben.
Für jegliche Fischerei soll international das Vorsorge-Prinzip festgeschrieben werden.
Und es muss ein globales Netz von Meeresschutzgebieten geschaffen werden, das weltweit mindestens 40 Prozent der Ozeane umfasst.


Granatbarsch-Kostüm
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Korallen-Kostüm
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Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag gegen die weltweite Überfischung leisten:
Fragen Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie dieser gefangen wurde!
Kaufen Sie nur Bio-Fisch-Produkte oder ökologisch unbedenkliche Arten, wie Hering, Karpfen, Makrele und Seelachs (Köhler).
Informationen hierüber finden Sie in unserer Bio-Fisch-Liste und im Verbraucherführer "Fisch & Facts"!


Tintenfisch-Kostüm
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Download
Im Infoblatt "Tiefseeberge: Oasen in Gefahr" (PDF-Datei, 155 kB) finden Sie Hintergrund-Informationen darüber, wie das Leben in der Tiefsee durch Grundschleppnetz-Fischerei gefährdet wird.
Unser Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
Im Verbraucherführer "Fisch & Facts" (PDF-Datei, 481 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal" einzuordnen sind.
In einem älteren "Fisch & Facts", der Rückseite des Fischführers 2003 (PDF-Datei, 235 kB), finden Sie Hintergrund-Informationen zu den Themen "Kabeljaukrise", "Tiefsee-Fischerei" und "Chemie im Fisch".


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 24.11.2006