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Presseerklärung vom 6. Dezember 2007 Jetzt wieder neu: Unsere Bio-Fisch-Liste!Die aktualisierte Übersicht der Greenpeace-Gruppe Stuttgart hilft Verbrauchern beim umweltfreundlichen Fischkauf. Stuttgart, 06.12.2007 - Rechtzeitig vor den Feiertagen stellt die Greenpeace-Gruppe Stuttgart ihre neue Bio-Fisch-Liste vor. Sie informiert Verbraucher, wo diese in Stuttgart einen Festtagsfisch aus Bio-Aquakultur erhalten können und was beim umweltfreundlichen Fischkauf berücksichtigt werden sollte. Greenpeace präsentiert die Liste am Samstag, 8. Dezember 2007 zwischen 11 und 15 Uhr bei einem Info-Stand in der Königstraße / Ecke Bolzstraße. Unterstützt werden die Umweltschützer vom Nikolaus, der Weihnachtsplätzchen in Fisch-Form verteilt. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (WHO) stehen weltweit drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind bereits überfischt. "Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte verzichten!", sagt der Fischerei-Experte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, Winfried Urner. "Solange die Wildfischbestände nicht nach dem Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, sollte man bezüglich Bestandsgröße und Fangmethode derzeit akzeptable Fischarten wie Hering, Makrele, Köhler und Karpfen kaufen oder Fisch mit Bio-Siegel." Um Verbrauchern die Suche nach Fisch aus Bio-Aquakultur zu erleichtern, haben die Stuttgarter Umweltschützer nun das vierte Jahr in Folge in Geschäften nach Bio-Fisch gesucht und in einer Liste zusammengetragen. Dabei fanden sie erneut fragwürdige Fischprodukte, bei denen Bezeichnungen wie "aus kontrolliertem Fang" verschleiern sollen, dass ihnen eine wirkliche Bio-Kennzeichnung fehlt oder die Angabe "Bio" oder "Öko" zum Beispiel nur Beilagen abdeckt und sich nicht auf den Fisch selbst bezieht. Die Recherchen förderten sogar ein Produkt zu Tage, in dem Bio-Lachs mit konventionellem Alaska-Seelachs versetzt ist, von dessen Kauf Greenpeace wegen rücksichtsloser Fangmethoden und teilweise starker Überfischung abrät. „Unsere Bio-Fisch-Liste sensibilisiert die Verbraucher für solche Vermarktungstricks!“, betont Urner. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart weist außerdem darauf hin, dass nicht alle in Bio-Läden angebotenen Fisch-Produkte automatisch Bio-Fisch sind. "In Wahrheit wird in Bio-Läden auch viel Fisch konventioneller Herkunft verkauft", erklärt Urner. "Dieser Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet. Dennoch dürfte den meisten Kunden nicht bewusst sein, dass sie hier für teures Geld herkömmlichen Fisch kaufen." Echte Bio-Fisch-Produkte erkennt man am Zeichen anerkannter Öko-Verbände (wie z.B. Naturland) und an den geschützten Bezeichnungen "Bio" oder "Öko". Die neue Bio-Fisch-Liste der Greenpeace-Gruppe Stuttgart ist ab sofort
im Internet unter www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.
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