Presseerklärung vom 3. Februar 2007

Bedrohte Welt der Wale

Dia-Vortrag im Linden-Museum: "Ist Waljagd heute noch zu rechtfertigen?"

Stuttgart, 03.02.2007 - Begleitet von beeindruckenden Bildern aus der bedrohten Welt der Wale findet am 15.02.2007 um 19:30 im Stuttgarter Lindenmuseum ein Vortrag zum Thema "Ist Waljagd heute noch zu rechtfertigen?" statt. Referent ist Jörg Siepmann, Wale-Experte und Campaigner bei Greenpeace Deutschland in Hamburg. Parallel zum Vortrag informiert im Museum auch die Greenpeace-Gruppe Stuttgart an einem Stand interessierte Besucher über die gefährdeten Walbestände und weiteren Bedrohungen unserer Weltmeere.

"Das Thema Waljagd wird heute kontroverser als je zuvor diskutiert. Für die einen ist es das Sinnbild jeglichen Naturschutzgedankens, für die anderen eine Frage der Demonstration politischer Macht geworden. Die Lager sind verhärteter denn je" erläutert Jörg Siepmann die Problematik. Aktuell ist zum Beispiel die japanische Fangflotte wieder im Südpolarmeer unterwegs, einem von der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) ausgewiesenen Walschutzgebiet. Dort sollen trotz internationaler Proteste unter dem Vorwand wissenschaftlicher Waljagd über tausend der friedlichen Meeressäuger getötet werden. Aber auch Norwegen und Island missachten das 1986 von der IWC ausgesprochene Waljagd-Moratorium und jagen weiterhin kommerziell Wale, obwohl der Markt für Walprodukte ständig schrumpft.

Was bewegt die noch jagenden Nationen, gegen den Willen der internationalen Staatengemeinschaft verbissen an dem unrentablen Geschäft festzuhalten? Wieso können die Beschlüsse der IWC so folgenlos unterwandert werden? Was ist die Rolle der USA und warum ist sie Hoffnungsträger als Gastgeber der IWC-Konferenz 2007? Warum reicht die IWC allein nicht aus, um die Wale wirkungsvoll zu schützen? Welche weiteren Faktoren bedrohen die Walbestände? Auf diese und weitere wichtige Fragen zum Thema "Wale" wird Jörg Siepmann den Besuchern des Vortrags eine Antwort geben.

Greenpeace verlangt von den drei verbliebenen Waljagd-Nationen die sofortige Einstellung der kommerziellen Waljagd. Zum effektiven Schutz der Wale und des gesamten Meeresökosystems muss ein weltweites Netzwerk von Schutzgebieten geschaffen werden, das mindestens 40 Prozent der Meere dauerhaft einbezieht!



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 01.03.2007