Vortrag "Bedrohte Welt der Wale" im Linden-Museum

Hintergrund

Der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) ist es nicht gelungen, die Wale nachhaltig zu schützen, denn sie sind noch immer vom Aussterben bedroht. Obwohl die kommerzielle Waljagd seit mehr als 20 Jahren verboten ist, werden die meisten Walarten weiterhin gejagt. Vor allem Japan, Norwegen und Island betreiben die Jagd - teils unter dem Vorwand einer angeblich "wissenschaftlichen" Waljagd. mehr.... Doch Wale sind auch durch viele andere Gefahren bedroht.

Vortrag

Am 15.02.2007 um 19 Uhr 30 luden wir in das Linden-Museum am Stuttgarter Hegelplatz zu einem Vortrag ein, in dem die verschiedenen Bedrohungen für Wale erläutert wurden. Den Vortrag hielt der Wale-Experte bei Greenpeace Deutschland, Jörg Siepmann.

Unter dem Titel "Bedrohte Welt der Wale: Ist Waljagd heute noch zu rechtfertigen?" zeigt er auf, warum die Waljagd unsinnig ist. Abgesehen davon, dass durch die Jagd bedrohte Arten ausgerottet werden, ist sie wirtschaftlich unrentabel, weil für das Walfleisch kaum Nachfrage besteht.


Linden-Museum am Abend
© Hermes


Siepmann erklärte auch, dass Wale durch zahlreiche weitere Faktoren bedroht werden. So verlieren sie durch die Überfischung der Weltmeere ihre Nahrungsgrundlage. Zehntausende Kleinwale ertrinken als Beifang in Fischerei-Netzen. Außerdem werden durch Umweltgifte das Immunsystem und die Fortpflanzung der Wale geschädigt. Menschlicher Unterwasserlärm stört die Orientierung der Meeressäuger. Darüber hinaus führt der Klimawandel zum Verlust der Lebensräume von Walen und Delfinen.

Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung und die ausführliche, bebilderte Greenpeace-Broschüre "Wale - geliebt, bedroht, gejagt. Weltpark für Wale statt Fangquoten" (PDF-Datei, 1.760 kB).

Greenpeace-Forderungen

Zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Wale hat Greenpeace eine Reihe von Forderungen aufgestellt:
Japan, Norwegen und Island müssen sofort und endgültig ein Ende der Waljagd verkünden.
Das weltweite Handelsverbot für Wal-Produkte muss aufrecht erhalten werden.
Rund 40 Prozent der Meere müssen unter Schutz gestellt und weltweit müssen Walschutz-Gebiete eingerichtet werden.
Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) muss sich von einer Walnutzungs- zu einer Walschutz-Organisation wandeln.

Walschutz-Gebiet
© Flierl

Download
In unserer bebilderten Broschüre "Wale - geliebt, bedroht, gejagt. Weltpark für Wale statt Fangquoten" (PDF-Datei, 1.760 kB) finden Sie ausführliche Hintergrund-Informationen über Walarten und Waljagd.
Das Film-Dokument "Grausame Waljagd" (AVI-Datei, 8,9 MB) zeigt, wie brutal die "wissenschaftliche" Waljagd der Japaner ist. Diese Bilder können für Betrachter seelisch belastend sein!
Das Greenpeace-Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 31.01.2011