Das fünfte Jahr in Folge: Unsere Bio-Fisch-Liste!

Hintergrund

Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen weltweit drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind überfischt. Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte verzichten! Zum einen können Sie bezüglich Bestand und Fangmethoden unbedenkliche Fischarten kaufen. Und zum anderen finden Sie in Bio-Läden, aber auch in normalen Supermärkten, immer häufiger Fisch aus Bio-Aquakultur.
Um auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, haben wir im Rahmen unseres Bio-Fisch-Projekts jetzt das fünfte Jahr in Folge recherchiert, wo Sie diesen Fisch in Stuttgart kaufen können. Die Recherche-Ergebnisse haben wir in unserer aktuellen Bio-Fisch-Liste veröffentlicht.

Nikolaus-Aktion

Diese Liste haben wir rechtzeitig vor den weihnachtlichen Festessen bei einem Info-Stand am 06.12.2008 in der Königstraße vorgestellt. Welche Bio-Fisch-Produkte man in Stuttgart kaufen kann, können Sie in unserem Flugblatt "Unsere fünfte Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 78 kB) nachlesen - oder auch hier...

Bei unserem Stand half uns auch der Nikolaus, der an Kinder und Erwachsene leckere Plätzchen in Fischform verschenkte. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.


© Fermendzhieva



© Fermendzhieva

Neben Fisch aus Bio-Aquakultur können wir umweltbewussten Verbrauchern auch ökologisch unbedenkliche Fischarten empfehlen.

Deshalb verteilten wir außerdem den Fisch-Ratgeber von Greenpeace (Download siehe unten). Er erläutert, welche Fischarten aus ökologischer Sicht vertretbar sind oder nicht.


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Wie erkennen Sie Bio-Fisch?

Bio-Fisch-Produkte erkennen Sie am Zeichen anerkannter Öko-Verbände (wie Bioland oder Naturland) und an den geschützten Bezeichnungen "Bio" oder "Öko". Außerdem bieten regionale Züchter häufig Fisch aus "Bio-Aquakultur" ohne Siegel an. Bei diesen sollten Sie aber nachfragen, ob der Fisch wirklich artgerecht gehalten wird und ob die Aufzucht ohne Mastfutter und Medikamente geschieht.

Im Handel ist auch Fisch zu finden, der das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) trägt. Die Organisation wurde von der Fischereiwirtschaft und der Umweltstiftung WWF gegründet. Greenpeace lehnt das Siegel ab, weil dessen ökologische Anforderungen lasch sind und das MSC von Wirtschaftsvertretern dominiert wird.


© Fermendzhieva


Vorsichtig sollten Sie auch bei Fisch sein, der unklare Herkunftsangaben hat! Produkte aus "kontrolliertem Fang" oder "delfinfreundlicher Fischerei" sind kein Bio-Fisch! Sonst würde diese Ware nämlich ein anerkanntes Bio-Siegel oder die geschützten Bezeichnungen "Bio" oder "Öko" tragen.

Außerdem müssen Sie wissen: Nicht alle Fisch-Produkte aus Bio-Läden sind Bio-Fisch! In Wahrheit wird dort auch viel Fisch aus konventionellem Fang oder herkömmlicher Zucht verkauft. Der Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet - also ohne die Begriffe "Bio" oder "Öko". Den meisten Kunden ist aber nicht bewusst, dass sie für teures Geld herkömmlichen Fisch kaufen.

Darüber hinaus sollten Sie auch aufpassen, weil die Angabe "Bio" oder "Öko" bei manchen Fisch-Produkten nur Beilagen abdeckt (wie Gemüse, Panade oder Soße) und nicht den Fisch selbst.


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Was können Sie tun?
Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag zur Schonung der weltweiten Fischbestände leisten:
Informieren Sie sich in unserer Bio-Fisch-Liste und im Fisch-Ratgeber!
Fragen Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie er gefangen wurde!
Kaufen Sie nur ökologisch unbedenkliche Fischarten oder Bio-Fisch!
Ergebnis

Unsere neue Bio-Fisch-Liste ist wie die der letzten Jahre ein Publikums-Renner! Allein bei unserer Nikolaus-Aktion am 06.12.2008 verteilten wir 500 Flugblätter mit unserem Bio-Fisch-Liste. Auch von unserer Gruppen-Homepage wurde die Liste schon mehrere hundert mal abgerufen.

Download
Im aktuellen Flugblatt "Unsere fünfte Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 78 kB) finden Sie eine Liste mit Beispielen, welche Bio-Fisch-Produkte man in Stuttgart kaufen kann und wo man sie findet.
Im neuen Fisch-Ratgeber von Greenpeace (PDF-Datei, 538 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "vertretbar" oder "nicht vertretbar" einzuordnen sind.
Das Infoblatt "Fische in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände inzwischen erreicht hat.
Unser Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 17.12.2008