Der Verbraucherführer "Supermarkt-Ranking Fisch"!

Hintergrund

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO ist die Hälfte aller kommerziell genutzten Fischbestände an der Belastungsgrenze. Weitere 15 Prozent sind überfischt und acht Prozent der Bestände sogar völlig erschöpft. Das bedeutet, drei Viertel der gängigsten Fischarten dürfen nicht wie bisher ausgebeutet werden. Wenn nichts dagegen unternommen wird, droht eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet zu werden.
Die großen Einzelhandelsketten haben hier eine besondere Verantwortung: Durch die von ihnen angebotenen Fischprodukte, können sie entscheidend beim Schutz der weltweiten Fischbestände helfen. Denn man muss nicht auf Fischgerichte verzichten - es kommt bloß darauf an, den richtigen Fisch zu (ver-)kaufen.

"Supermarkt-Ranking Fisch"

Greenpeace hat deshalb das Fischsortiment der deutschen Supermärkte und Discounter nach ökologischen Gesichtspunkten überprüft. Hierbei wurde nicht nur kontrolliert, ob die jeweiligen Fischarten überfischt sind, sondern unter anderem auch die Fangmethoden berücksichtigt.

Die Ergebnisse dieser Recherchen hat Greenpeace in seinem neuen Verbraucherführer "Supermarkt-Ranking Fisch" (Stand: Dezember 2010, PDF-Datei, 361 kB) zusammengefasst. Dort können Sie in einer Rangliste nachlesen, wie sehr die deutschen Einzelhandelsketten zu einer nachhaltigen Fischerei beitragen.

Regenbogen-Forelle
© Moeller/Greenpeace

Was können Sie tun?

Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag zur Schonung der weltweiten Fischbestände leisten:
Der Fisch-Ratgeber von Greenpeace (Download siehe unten) erklärt, welche Süßwasser- und Meeres-Fischarten wir aus ökologischer Sicht empfehlen können und welche Sie lieber nicht kaufen sollten. Verbraucher müssen nämlich zum Schutz der weltweiten Fischbestände keineswegs auf Fischgerichte verzichten - es kommt bloß darauf an, den richtigen Fisch zu kaufen.

Auch durch den Kauf von Fisch aus Bio-Aquakultur können Sie einen Beitrag gegen das Problem der Überfischung leisten. Solche Produkte finden Sie nicht nur in Bio-Läden, sondern inzwischen auch immer öfter in normalen Supermärkten. Einen Überblick, welchen Bio-Fisch man wo in Stuttgart kaufen kann, bietet Ihnen jeweils unsere aktuelle Bio-Fisch-Liste.

Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher! Fragen Sie in Ihrem Lebensmittelgeschäft nach ökologisch unbedenklichen Fischarten und nach Fisch aus Bio-Aquakultur. Drängen Sie den Geschäftsführer dazu, dass das Fischsortiment entsprechend umgestellt wird!

Download:
In unserem "Supermarkt-Ranking Fisch" (PDF-Datei, 361 kB) listen wir auf, wie sehr die deutschen Supermärkte und Discounter zum Schutz der weltweiten Fischbestände beitragen.
Im Greenpeace-Fisch-Ratgeber (PDF-Datei, 468 kB) können Sie nachlesen, bei welchen Fischarten der Konsum aus ökologischer Sicht "vertretbar" oder "nicht vertretbar" ist.
Das Infoblatt "Fische in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände inzwischen erreicht hat.
Unser Spezial-Info "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 24.12.2010