Greenpeace fordert: "Schutzgebiete statt Waljagd!"

Hintergrund

Vom 23. bis 27. Juni 2008 kommt die Internationale Walfang-Kommission (IWC) in Santiago de Chile wieder zu ihrer Jahrestagung zusammen. Auf dieser Konferenz werden sich einige Staaten (geführt von den letzten drei Waljagd-Nationen Japan, Island und Norwegen) erneut dafür einsetzen, dass das seit 1986 geltende Verbot der kommerziellen Waljagd aufgehoben wird. Auch Dänemark unterstützt als einziger Staat der Europäischen Union die Waljäger.
Ein Thema der IWC-Jahrestagung wird die Forderung von Walschützern sein, das Walschutz-Gebiet rund um die Antarktis auch auf den Südatlantik auszuweiten. Dänemark weigert sich als einziger EU-Staat, dem neuen Walschutz-Gebiet im Südatlantik zuzustimmen. Greenpeace hat daher eine Unterschriften-Sammlung gestartet, um die dänische Regierung zum Umdenken zu bewegen.

Info-Aktion

Am 07.06.2008, gut zwei Wochen vor Beginn der IWC-Konferenz, haben auch wir Unterschriften gesammelt. Beim Umwelttag auf dem Stuttgarter Schlossplatz waren wir mit einem Info-Stand und einem Banner vertreten, auf dem unsere Hauptforderung an die dänische Regierung stand: "Harpunen zum Schrott! - Schutzgebiete statt Waljagd!"

Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Dänemark, her mit dem Walschutzgebiet!" (PDF-Datei, 459 kB) und unsere Presseerklärung.


© Hermes



© Hermes

Die meisten Passanten waren über die dänische Unterstützung der Waljagd empört und unterschrieben gern auf unserer Unterschriften-Liste.

Greenpeace will durch gezielten Druck erreichen, dass Dänemark seine Haltung ändert. Unabhängig von der aktuellen Dänemark-Kampagne protestiert Greenpeace auch in Japan, Island und Norwegen weiter gegen die Waljagd!


Schutzgebiete statt Waljagd!
© Flierl


© Hermes

Vor allem Japan rechtfertigt den illegalen Abschuss hunderter Wale in jeder Saison mit einer angeblich "wissenschaftlichen" Waljagd. Doch dies ist nur ein Vorwand, denn das Fleisch der Wale landet auf dem japanischen Delikatessenmarkt. mehr...

Die meisten Menschen an unserem Info-Stand konnten nicht verstehen, warum Japan, Island und Norwegen immer noch Wale jagen. Lebendige Wale sind auch aus wirtschaftlichen Gründen viel wertvoller als tote. Die Tourismus-Branche verdient bereits jetzt durch Whale-Watching, also Boot-Safaris zur Walbeobachtung, mehr als die Waljäger mit dem erbeuteten Fleisch.


© Hermes
Greenpeace-Forderungen

Zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Wale hat Greenpeace eine Reihe von Forderungen aufgestellt:
Japan, Island und Norwegen müssen sofort und endgültig ein Ende der Waljagd verkünden.
Das weltweite Handelsverbot für Wal-Produkte muss weiterhin aufrecht erhalten bleiben.
Rund 40 Prozent der Meere müssen unter Schutz gestellt und weltweit müssen Walschutz-Gebiete eingerichtet werden.
Die Internationale Walfang-Kommission (IWC) muss sich von einer Walnutzungs- zu einer Walschutz-Organisation wandeln.


© Hermes


Neben der Waljagd werden Wale und Delfine auch durch viele andere Gefahren bedroht:
Durch Überfischung der Weltmeere verlieren sie ihre Nahrungsgrundlage.
Jährlich ertrinken über 300.000 Kleinwale als Beifang in Fischerei-Netzen.
In ihrer Fettschicht reichern sich Umweltgifte an, die Immunsystem und Fortpflanzung schädigen.
Außerdem stört menschlicher Unterwasserlärm ihre Orientierung und macht sie krank.
Darüber hinaus führt der Klimawandel zum Verlust der Lebensräume von Walen und Delfinen.

Ergebnis
Wir konnten fast 520 Unterschriften sammeln, mit denen Greenpeace die dänische Regierung für einen besseren Schutz der Wale auffordert. Außerdem haben wir mehrere hundert Flugblätter und Broschüren zum Thema verteilt.
Download
Im Flugblatt "Dänemark, her mit dem Walschutzgebiet!" (PDF-Datei, 459 kB) sind die Forderungen von Greenpeace noch einmal zusammengefasst.
In unserer bebilderten Broschüre "Wale - geliebt, bedroht, gejagt. Weltpark für Wale statt Fangquoten" (PDF-Datei, 1.760 kB) finden Sie ausführliche Hintergrund-Informationen über Walarten und Waljagd.
Das Greenpeace-Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.
Das Film-Dokument "Grausame Waljagd" (AVI-Datei, 8,9 MB) zeigt, wie brutal die "wissenschaftliche" Waljagd der Japaner ist. Diese Bilder können für Betrachter seelisch belastend sein!


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 07.06.2008