Wieder neu: unsere Bio-Fisch-Liste
| Hintergrund |
| Nach Angaben der Welternährungsorganisation
(FAO) stehen weltweit 80 Prozent aller kommerziell genutzten
Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind überfischt.
Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte
verzichten! Zum einen können Sie ökologisch unbedenkliche
Fischarten kaufen, deren Bestände nicht bedroht sind
und die mit umweltschonenden Fangmethoden gefischt werden. Und
zum anderen finden Sie in Bio-Läden mittlerweile ein großes
Angebot an Fisch aus Bio-Aquakultur. Auch konventionelle
Supermärkten haben immer häufiger Bio-Fisch
im Sortiment.
Um auf diese zweite Möglichkeit aufmerksam zu machen, haben
wir im Rahmen unseres Bio-Fisch-Projekts
jetzt das sechste Jahr in Folge recherchiert, wo Sie diesen
Fisch in Stuttgart kaufen können. Die Ergebnisse unserer
Recherchen haben wir in unserer aktuellen Bio-Fisch-Liste
veröffentlicht.
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| Info-Aktion |
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Diese Liste haben wir rechtzeitig vor den weihnachtlichen Festessen
bei einer Info-Aktion am 12.12.2009 in der Königstraße
vorgestellt. Wo Sie welche Bio-Fisch-Produkte in Stuttgart finden,
können Sie in unserem Flugblatt "Wieder
neu: unsere Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 341 kB) nachlesen
- oder auch direkt hier...
Bei unserem Stand half uns auch der Nikolaus, der an Kinder
und Erwachsene leckere Plätzchen verschenkte. Lesen Sie
hierzu auch unsere Presseerklärung.
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© Lehr
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| Wie erkennen Sie Bio-Fisch? |
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Bio-Fisch-Produkte erkennen Sie am EU-Bio-Siegel oder den Zeichen anerkannter
Öko-Verbände (wie Bioland oder Naturland) und an den
geschützten Bezeichnungen "Bio" oder "Öko".
Außerdem bieten regionale Züchter häufig Fisch aus
"Bio-Aquakultur" ohne Siegel an. Bei diesen sollten Sie
aber nachfragen, ob der Fisch wirklich artgerecht gehalten wird
und ob die Aufzucht ohne Mastfutter und Medikamente geschieht.
Im Handel ist auch immer häufiger Fisch zu finden, der
das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) trägt.
Die Organisation wurde von der Fischereiwirtschaft und der Umweltstiftung
WWF gegründet. Der Nachhaltigkeitsgedanke des Siegels ist
prinzipiell richtig, allerdings sind teilweise auch Fische aus
bedrohten Beständen oder beifangbelasteter Fischerei MSC-zertifiziert,
wie zum Beispiel beim Hoki oder Alaska-Seelachs, und deren Kauf
damit nicht empfehlenswert.
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© Lehr
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Vorsichtig sollten Sie auch bei Fisch sein, der
unklare Herkunftsangaben hat! Produkte aus "kontrolliertem
Fang" oder "delfinfreundlicher Fischerei" sind kein
Bio-Fisch! Sonst würde diese Ware nämlich ein anerkanntes
Bio-Siegel oder die geschützten Bezeichnungen "Bio"
oder "Öko" tragen.
Außerdem müssen Sie wissen: Nicht alle Fisch-Produkte
aus Bio-Läden sind Bio-Fisch! In Wahrheit wird dort auch
viel Fisch aus konventionellem Fang oder herkömmlicher Zucht
verkauft. Der Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet
- also ohne die Begriffe "Bio" oder "Öko".
Den meisten Kunden ist aber nicht bewusst, dass sie für teures
Geld herkömmlichen Fisch kaufen.
Darüber hinaus sollten Sie auch aufpassen, weil die Angabe
"Bio" oder "Öko" bei manchen Fisch-Produkten
nur Beilagen abdeckt (wie Gemüse, Panade oder Soße)
und nicht den Fisch selbst.
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© Lehr
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| Was können Sie tun? |
Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste
Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag zur Schonung der weltweiten
Fischbestände leisten:
Informieren
Sie sich in unserer Bio-Fisch-Liste
und im Fisch-Ratgeber!
Fragen
Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie
er gefangen wurde!
Kaufen Sie Fisch nur in Läden mit möglichst guter Bewertung in unserem "Supermarkt-Ranking Fisch"!
Kaufen
Sie nur ökologisch unbedenkliche Fischarten oder Bio-Fisch! |
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| Ergebnis |
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Unsere neue Bio-Fisch-Liste ist wie die der letzten Jahre
ein Publikums-Renner! Allein bei unserer Nikolaus-Aktion am
12.12.20098 verteilten wir rund 300 Flugblätter mit unserem
Bio-Fisch-Liste. Auch von unserer Gruppen-Homepage wurde die Liste
schon mehrere hundert mal abgerufen.
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| Download |
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Im aktuellen Flugblatt "Wieder
neu: Unsere Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 341 kB)
finden Sie eine Liste mit Beispielen, welche Bio-Fisch-Produkte
man in Stuttgart kaufen kann und wo man sie findet. |
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Im neuen Fisch-Ratgeber
von Greenpeace (PDF-Datei, 619 kB) können Sie nachlesen,
welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "vertretbar"
oder "nicht vertretbar" einzuordnen sind. |
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Das Infoblatt "Jagd
auf den letzten Fisch" (PDF-Datei, 420 kB) erklärt
die Hintergründe der Überfischung in den Weltmeeren. |
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Das Infoblatt "Fische
in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches
Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände
inzwischen erreicht hat. |
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Unser Infoblatt "Die
Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei,
525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen
und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
18.07.2010
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