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Presseerklärung vom 8.. Dezember 2009 Wieder neu: Unsere Bio-Fisch-ListeDie aktualisierte Übersicht der Greenpeace-Gruppe Stuttgart hilft Verbrauchern beim umweltfreundlichen Fischkauf Stuttgart, 08.12.2009 - Rechtzeitig vor den Feiertagen stellt die Greenpeace-Gruppe Stuttgart ihre neue Bio-Fisch-Liste vor. Sie informiert Verbraucher, wo diese in Stuttgart einen Festtagsfisch aus Bio-Aquakultur erhalten können, inkl. weiterer Tipps für den umweltfreundlichen Fischkauf. Greenpeace präsentiert die Liste am Samstag, 12. Dezember 2009 zwischen 11 und 15 Uhr bei einem Info-Stand in der Unteren Königstraße. Unterstützt werden die Umweltschützer vom Nikolaus, der Süßigkeiten in Fisch-Form verteilt. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen weltweit 80 Prozent aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind bereits überfischt. „Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte verzichten!“, sagt der Fischerei-Experte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, Winfried Urner. "Solange die Wildfischbestände nicht nachhaltig bewirtschaftet werden, sollte man bezüglich Bestandsgröße und Fangmethode derzeit akzeptable Fischarten kaufen, gemäß dem gerade wieder aktualisierten Greenpeace-Fischratgeber „Fisch – beliebt, aber bedroht“ oder auf Fisch mit Bio-Kennzeichnung zurückgreifen." Um Verbrauchern die Suche nach Fisch aus Bio-Aquakultur zu erleichtern, haben die Stuttgarter Umweltschützer nun das sechste Jahr in Folge in Geschäften nach Bio-Fisch gesucht und entsprechende Produkte in einer Liste zusammengetragen. Dabei fanden sie erneut fragwürdige Fischprodukte, bei denen Bezeichnungen wie "aus kontrolliertem Fang" verschleiern sollen, dass ihnen eine wirkliche Bio-Kennzeichnung fehlt oder die Angabe "Bio" oder "Öko" z.B. nur Beilagen abdeckt und sich nicht auf den Fisch selbst bezieht. Es finden sich sogar Produkte auf dem Markt, in denen Bio-Fisch mit konventionell gefangenem Fisch versetzt ist, wie z.B. mit Alaska-Seelachs, von dessen Kauf Greenpeace wegen rücksichtsloser Fangmethoden und teilweise starker Überfischung abrät."Unsere Bio-Fisch-Liste sensibilisiert die Verbraucher für solche Vermarktungstricks!", betont Urner. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart weist außerdem darauf hin, dass nicht alle in Bio-Läden angebotenen Fisch-Produkte automatisch Bio-Fisch sind. "In Wahrheit wird in Bio-Läden auch viel Fisch konventioneller Herkunft verkauft", erklärt Urner. "Dieser Fisch ist zwar in der Regel formal korrekt gekennzeichnet. Dennoch dürfte den meisten Kunden nicht bewusst sein, dass sie hier für teures Geld herkömmlichen Fisch kaufen." Echte Bio-Fisch-Produkte erkennt man am EU-Biosiegel, den Zeichen anerkannter Öko-Verbände (wie Naturland) und an den geschützten Bezeichnungen "Bio" oder "Öko". Die neue Bio-Fisch-Liste der Greenpeace-Gruppe Stuttgart ist ab 12. Dezember auch im Internet unter www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.
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