Info-Aktion bei Tengelmann zu Überfischung

Hintergrund

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind rund 80 Prozent der gängigsten Fischbestände an der Belastungsgrenze oder bereits überfischt. Wenn nichts dagegen unternommen wird, droht eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet zu werden.
Die großen Einzelhandelsketten haben hier eine besondere Verantwortung: Durch die von ihnen angebotenen Fischprodukte, können sie entscheidend beim Schutz der weltweiten Fischbestände helfen. Denn man muss nicht auf Fischgerichte verzichten - es kommt bloß darauf an, den richtigen Fisch zu essen. Greenpeace hat in seinem "Supermarkt-Ranking Fisch" eine Rangliste aufgestellt, wie sehr die deutschen Supermärkte und Discounter zu einer nachhaltigen Fischerei beitragen.

Info-Aktion

Bei der im Dezember 2008 veröffentlichten Untersuchung schneiden die Handelsketten "Kaiser's Tengelmann" und "Netto" besonders schlecht ab. Um die Verbraucher darüber zu informieren, haben wir am 09.05.2009 vor einem "Tengelmann"-Supermarkt in der Rotebühlstraße im Stuttgarter Westen das "Supermarkt-Ranking Fisch" verteilt. Eine Aktivistin war als Fischhändlerin kostümiert.

Lesen Sie das "Supermarkt-Ranking Fisch" (Download siehe unten) und auch die Presseerklärung von Greenpeace Deutschland.


© Fermendzhieva



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Wir gaben das "Supermarkt-Ranking Fisch" einer Tengelmann-Mitarbeiterin, mit der Bitte, es an die Geschäftsleitung weiterzuleiten.

Die Kunden des Supermarkts waren an dem Ranking sehr interessiert. Viele Verbraucher bemühen sich, beim Einkauf auf ökologische Gesichtspunkte zu achten. Deshalb verteilten wir auch den Fisch-Ratgeber von Greenpeace. Eine ähnliche Aktion hatten wir bereits im November 2008 vor einem anderen Supermarkt gemacht.


© Fermendzhieva
Fisch-Ratgeber und Bio-Fisch-Liste

Der Fisch-Ratgeber (Download siehe unten) erklärt, welche Süßwasser- und Meeres-Fischarten wir aus ökologischer Sicht empfehlen können und welche Sie lieber nicht kaufen sollten. Verbraucher müssen nämlich zum Schutz der weltweiten Fischbestände keineswegs auf Fischgerichte verzichten - es kommt bloß darauf an, den richtigen Fisch zu kaufen.

Auch durch den Kauf von Fisch aus Bio-Aquakultur können Sie einen Beitrag gegen das Problem der Überfischung leisten. Solche Produkte finden Sie nicht nur in Bio-Läden, sondern inzwischen auch immer öfter in normalen Supermärkten. Einen Überblick, welchen Bio-Fisch man wo in Stuttgart kaufen kann, bietet Ihnen jeweils unsere aktuelle Bio-Fisch-Liste.


© Kornstädt/Kehnschärper/GP

Was können Sie tun?
Als Verbraucher können Sie durch eine bewusste Auswahl beim Fischkauf einen wichtigen Beitrag zur Schonung der weltweiten Fischbestände leisten:
Informieren Sie sich im Fisch-Ratgeber und in unserer Bio-Fisch-Liste!
Fragen Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie er gefangen wurde!
Kaufen Sie nur ökologisch unbedenkliche Fischarten oder Bio-Fisch!
Ergebnis

Das "Supermarkt-Ranking Fisch" und der Fisch-Ratgeber von Greenpeace entpuppten sich bei unserer Aktion als ein Publikums-Renner! Wir verteilten von beidem mehrere hundert Exemplare - und viele Kunden versprachen, im Supermarkt nach mehr Nachhaltigkeit des Fischangebots zu fragen.

Download:
In unserem "Supermarkt-Ranking Fisch" (PDF-Datei, 711 kB) listen wir auf, wie sehr die deutschen Supermärkte und Discounter zum Schutz der weltweiten Fischbestände beitragen.
Im Greenpeace-Fisch-Ratgeber (PDF-Datei, 596 kB) können Sie nachlesen, bei welchen Fischarten der Konsum aus ökologischer Sicht "vertretbar" oder "nicht vertretbar" ist.
In unserem Flugblatt "Unsere fünfte Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 78 kB) finden Sie eine Liste mit Beispielen, welche Bio-Fisch-Produkte man in Stuttgart kaufen kann und wo man sie findet.
Das Infoblatt "Fische in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände inzwischen erreicht hat.
Unser Spezial-Info "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 29.06.2009