Presseerklärung vom 4. Dezember 2010

Unsere siebte Bio-Fisch-Liste ist da!

Greenpeace Stuttgart listet das siebte Jahr in Folge umweltfreundliche Fisch-Produkte auf

Stuttgart, 04.12.2010 - Rechtzeitig vor den Feiertagen stellt die Greenpeace-Gruppe Stuttgart ihre neue Bio-Fisch-Liste vor. Sie informiert Verbraucher, wo diese in Stuttgart einen Festtagsfisch aus Bio-Aquakultur erhalten können, und gibt weitere Tipps für den umweltfreundlichen Fischkauf. Greenpeace präsentiert die Liste am Samstag, 4. Dezember zwischen 11 und 15 Uhr bei einem Info-Stand in der Oberen Königstraße. Unterstützt werden die Umweltschützer vom Nikolaus, der Süßigkeiten in Fisch-Form verteilt.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen weltweit 80 Prozent aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind bereits überfischt. "Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fisch verzichten!", so der Fischerei-Experte von Greenpeace Stuttgart, Winfried Urner. "Solange die Wildfischbestände nicht nachhaltig bewirtschaftet werden, sollte man ökologisch akzeptable Fischarten kaufen, gemäß dem Greenpeace-Ratgeber "Fisch – beliebt, aber bedroht" oder auf Bio-Fisch zurückgreifen." Um Verbrauchern die Suche nach Fisch aus Bio-Aquakultur zu erleichtern, haben die Stuttgar-ter Umweltschützer nun das siebte Jahr in Folge in zahlreichen Geschäften nach Bio-Fisch recherchiert und entsprechende Produkte in einem Verbraucherführer zusammengetragen.

Nicht nur die Zahl der Anbieter von Bio-Fisch-Produkten hat 2010 weiter zugenommen, sondern auch die Anzahl der Produkte. Je nach Geschäft bestehen teilweise große Preisunterschiede von zwei Euro oder mehr beim selben Produkt. „Wenn Verbraucher bei Forelle, Garnelen oder Lachs aus Bio-Aquakultur Preise vergleichen, können sie erheblich Geld sparen“, erläutert Urner. "Unsere Bio-Fisch-Liste hilft dabei, günstige Anbieter zu finden."

Auf dem Markt sind auch weiterhin fragwürdige Fischprodukte zu finden, bei denen Bezeichnungen wie "aus kontrolliertem Fang" über das Fehlen einer wirklichen Bio-Kennzeichnung hinwegtäuschen sollen oder die Angabe "Bio" oder "Öko" zum Beispiel nur Beilagen abdeckt, aber nicht den Fisch selbst einbezieht.

Auch sind nicht alle Fisch-Produkte in Bio-Läden automatisch Bio-Fisch. "In Bio-Läden wird auch viel Fisch aus konventioneller Aquakultur und Wildfang verkauft", erklärt Urner. "Dieser Fisch ist zwar meist formal korrekt gekennzeichnet. Dennoch dürfte den meisten Kunden nicht bewusst sein, dass sie hier für teures Geld herkömmlichen Fisch kaufen." Echte Bio-Fisch-Produkte erkennt man am EU-Biosiegel, den Zeichen anerkannter Öko-Verbände (wie Naturland) und an den geschützten Bezeichnungen "Bio" und "Öko".

Die neue Bio-Fisch-Liste von Greenpeace Stuttgart ist schon jetzt auch im Internet unter www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.



Webmaster, Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung: 05.12.2010