Haie zu Besuch im Freizeitbad "Fildorado"

Hintergrund

Laut Angaben der "Welternährungsorganisation (FAO)" der Vereinten Nationen sind 85 Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt oder bis an die Grenze ausgebeutet. Auch die Haie sind davon betroffen. Viele Haiarten stehen auf der internationalen Roten Liste der bedrohten Arten. So ist zum Beispiel auch der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) vom Aussterben bedroht.
Die Ursachen sind vielfältig: Haie sind Opfer moderner Fangmethoden mit immer größeren Netzen. Fischfangflotten dringen in immer tiefere und entlegenere Gebiete vor. Haie wurden früher noch als unnützer Beifang über Bord geworfen, heute werden sie zum Teil als Delikatesse vermarktet. Wie der Mensch stehen Haie am Ende der Nahrungskette und pflanzen sich langsam fort. Ein überfischter Bestand kann sich daher nur sehr langsam erholen.

Spielerisches Kennenlernen der Welt der Haie

Die Vorurteile gegenüber den Haien, sie seien agressiv und blutrünstig, halten einer nüchternen Betrachtung nicht stand. Außerdem haben Haie speziell für ihren Lebensraum entwickelte Sinnesorgane, die kaum erforscht sind. Angesichts der Überfischung der Weltmeere sind Haie keine Bedrohung, sie selbst sind bedroht.
Um Kindern und Jugendlichen das Thema Haie näher zu bringen, hat Greenpeace Deutschland die Agentur für Erlebnisplanung, Kon-Tiki, beauftragt, ein "Planet Ozean - Haie" Lernmodul zu entwickeln.


Tauchen nach den Antworten
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Beim Ausfüllen des Hairätsels
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Das Hai-Modul ermöglicht speziell Kindern im Schulalter, die Welt der Haie spielerisch zu erfahren. Es ist für Freizeitbäder gestaltet und beinhaltet unter anderem einen Unterwasser-Rätselparcours, den die Kinder selbständig durchlaufen können. Außerdem werden Spiele angeboten, die mit dem Leben der Haie zu tun haben und beispielsweise ihr Fress- und Jagdverhalten aufgreifen. Das Hai-Modul machte vom 04. bis 17.10.2010 Station im Freizeitbad "Fildorado" in Filderstadt.

Infostand im "Fildorado"

Begleitend dazu informierten wir die "Fildorado"-Besucher an den Wochenenden 9./10. und 16./17.10.2011 zur Überfischung der Weltmeere und speziell zur Bedrohung der Haie. Viele Badegäste wussten nicht, dass sich hinter den Namen Schillerlocke und Seeaal Haiprodukte verstecken.
Wir konnten immer wieder auf unser Stuttgarter Bio-Fisch-Projekt aufmerksam machen, wenn es um die Frage ging, welchen Fisch man beim Einkauf meiden sollte und welchen man bedenkenlos empfehlen kann. Von den Kindern wurden wir oft um Hilfe beim Beantworten der Rätselfragen gebeten.


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Download
Lesen Sie in unser Hintergrundpapier "Haie: Die faszinierenden Jäger der Meere sind bedroht" (PDF-Datei, 101 kB).
In unserem neuen Fisch-Ratgeber (PDF-Datei, 468 kB) können Sie nachlesen, bei welchen Fischarten der Konsum aus ökologischer Sicht "vertretbar" oder "nicht vertretbar" ist.
Das Greenpeace-Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung: 09.02.2011