Greenpeace besucht "Hamburger Fischmarkt"

Hintergrund

Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) stehen weltweit drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder sind überfischt. Damit droht eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet zu werden. Verbraucher müssen deshalb aber nicht auf Fischgerichte verzichten! Zum einen können Sie bezüglich Bestand und Fangmethoden unbedenkliche Fischarten kaufen. Und zum anderen finden Sie in Bio-Läden, aber auch in normalen Supermärkten, immer häufiger Fisch aus Bio-Aquakultur.

Info-Aktion

Um auf diese Möglichkeiten hinzuweisen machen, haben wir am 17.07.2010 beim diesjährigen "Hamburger Fischmarkt" auf dem Stuttgarter Karlsplatz für nachhaltige Fischprodukte geworben.

Vor einem Banner mit der Aufschrift "Leere Meere - leere Teller. Nachhaltige Fischerei jetzt!" verteilten wir den Fisch-Ratgeber von Greenpeace (Download siehe unten). Die Fischmarkt-Besucher konnten sich darin über unbedenkliche Fischarten informieren.


© Doll



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Außerdem informierten wir über Fisch aus Bio-Aquakultur. Wo man welche Bio-Fisch-Produkte in Stuttgart kaufen kann, veröffentlichen wir regelmäßig im Rahmen unseres Bio-Fisch-Projekts.

Unsere Info-Aktion auf dem Fischmarkt war nicht die erste! So haben wir dort bereits im Juli 2008 Fisch-Ratgeber und Flugblätter verteilt (siehe Foto rechts).


Fischmarkt-Aktion im Juli 2008
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Was können Verbraucher tun?

Sie als Verbraucher können einen Beitrag zum Schutz der weltweiten Fischbestände leisten, indem Sie beim Fischkauf eine bewusste Auswahl treffen:
Informieren Sie sich im Verbraucherführer "Fisch & Facts" und in unserer Bio-Fisch-Liste!
Fragen Sie Ihren Lebensmittelhändler, woher der Fisch stammt und wie er gefangen wurde!
Kaufen Sie ausschließlich ökologisch unbedenkliche Fischarten oder Bio-Fisch!

Was fordert Greenpeace?

Greenpeace fordert eine Verringerung der Fischfangflotten auf mindestens die Hälfte.
Die Fischbestände müssen nach dem Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, sodass es gar nicht erst zur Überfischung kommt.
Außerdem sollten die Fangmethoden genau auf die gewünschte Fischart zugeschnitten sein, um eine Minimierung des Beifangs zu erreichen.
In mindestens 40 Prozent der Ozeane müssen Meeresschutzgebiete geschaffen werden, damit sich die Fischbestände erholen können.

Ergebnis
Trotz des schlechten Wetters konnten wir an die Besucher des "Hamburger Fischmarkts" auf dem Stuttgarter Karlsplatz mehr als 100 Exemplare des neuen Fisch-Ratgebers von Greenpeace verteilen.
Download
Im neuen Greenpeace-Fisch-Ratgeber (PDF-Datei, 619 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "vertretbar" oder "nicht vertretbar" einzuordnen sind.
In unserem Flugblatt "Wieder neu: Unsere Bio-Fisch-Liste!" (PDF-Datei, 187 kB) vom Dezember 2009 finden Sie Beispiele, welche Bio-Fisch-Produkte man in Stuttgart kaufen kann und wo man sie findet.
Das Infoblatt "Fische in Seenot" (PDF-Datei, 200 kB) beschreibt, welches Ausmaß der Raubbau an den weltweiten Fischbestände inzwischen erreicht hat.
Unser Infoblatt "Die Meere: Zwischen Faszination und Ausbeutung" (PDF-Datei, 525 kB) benennt die Umweltprobleme in maritimen Öko-Systemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.


Webmaster, Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung: 18.07.2010