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zweite Presseerklärung vom 1. April 2000 April! April! "Initiative Pro Walfleisch" existiert nichtGreenpeace-Gruppe Stuttgart schickte Bürger in den AprilStuttgart, 01. 04. 2000 - Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart hat am heutigen Samstag die Stuttgarter Bürger mit einer Infoaktion in der Fußgängerzone in den April geschickt: Dabei verteilten Mitarbeiter der fiktiven Lobbyorganisation der norwegischen und japanischen Walfleischindustrie "Initiative Pro Walfleisch" kleine Kostproben von geräuchertem Walfleisch. Diese Initiative wurde von den Stuttgarter Greenpeacern frei erfundenen und existiert nicht. Bei den Walfleischproben handelte es sich um Räuchertofu. Die Protestaktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart gegen Walfang sowie die Unterschriftensammlung für den weltweiten Schutz der Wale hingegen waren kein Aprilscherz. "Es war sehr erstaunlich und erschreckend, dass einige Passanten gerne das Walfleisch probierten. Jedoch zeigten die meisten Bürger kein Verständnis für das Vorhaben der 'Initiative Pro Walfleisch', norwegisches und japanisches Walfleisch auch in Deutschland anzubieten. Innerhalb weniger Stunden sammelten die Stuttgarter Greenpeacer über 800 Unterschriften für den weltweiten Schutz der Wale" sagt Ursula Trucksäß, Meeresexpertin der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. Der Aprilscherz der Stuttgarter Umweltschützer hat einen ernsten Hintergrund: Seit Jahren versuchen die Walfang-Nationen Norwegen und Japan bei den Vertragsstaatenkonferenzen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES), die von ihnen bejagten Walarten Minkewal und Grauwal von Anhang 1 zu streichen. Mit Produkten von Tierarten, die auf Anhang 1 des Artenschutzabkommens stehen, darf weltweit kein Handel getrieben werden. Diese Herabsetzung der Wale von Anhang 1 in eine niedrigere Schutzkategorie des Washingtoner Artenschutzabkommens würde bedeuten, dass weltweit der Handel mit Walfleisch erlaubt würde. Ein gravierender Anstieg des Walfangs wäre zu befürchten, da z.B. Russland bereits Interesse für die Wiederaufnahme des Walfangs bekundet hat. Greenpeace fordert Norwegen und Japan auf, sich den Bestimmungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu beugen und den Walfang endlich einzustellen. Greenpeace hat weltweit bereits über 700.000 Unterschriften für einen "Weltpark für Wale" gesammelt. Auch die Stuttgarter Greenpeace-Gruppe beteiligte sich an dieser internationalen Unterschriftenaktion bereits mehrfach mit Infoständen. Der "Weltpark für Wale" soll sich nach Greenpeace-Vorstellungen über alle Weltmeere erstrecken und so die friedlichen Meeressäuger vor der Ausrottung durch den Menschen bewahren. Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 09.08.2000 |