Die "Initiative Pro Walfleisch"
Unser Aprilscherz 2000

 


Hintergrund

Die Initiative Pro Walfleisch - eine Lobbyorganistion der Walfangnationen Norwegen und Japan - hatte am Samstag, den 01. April 2000  im Rahmen ihrer Württembergischen Walfleisch-Woche einen Probierstand mitten auf der Königstraße aufgebaut. Um für Ihre Ziele zu werben, wurde der Stuttgarter Bevölkerung Walfleisch-Häppchen zum Probieren angeboten. Dadurch sollte die bisher schwache Akzeptanz für Walfleisch in Deutschland erhöht werden.

Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart "protestierte" in Sichtweite der "Initiative" mit einem Infostand gegen die "Initiative". Zum Vorgehen dieser ominösen "Initiative" wurde mit einer Presseerklärung informiert. Natürlich klärten wir unseren Aprilscherz mit einer zweiten Presseerklärung auf.

Die "Intiative Pro Walfleisch" beim Verteilen von Walfleischhäppchen
© von Herrmann

 

Viele Stuttgarter Bürger haben das "Walfleisch" probiert und sich die Argumente der Lobbyisten der Initiative Pro Walfleisch angehört. Zum selber Ausprobieren gab es ein Rezept Gefüllter Wal zum Mitnehmen. Komischerweise hat kaum jemand gemerkt, dass es in Deutschland kein Walfleisch zu kaufen gibt ...

Es war schon erstaunlich, wieviel Leute unseren Aprilscherz vorbehaltlos geglaubt haben! Massgeblich zu diesem "Erfolg" beigetragen haben unsere unermüdlichen Lobbyisten, die freundlich und zurückhaltend, aber mit vielen "seriösen" Argumenten die Initiative vertreten haben.

  Die "Intiative Pro Walfleisch" beim Verteilen von Walfleischhäppchen
© von Herrmann

Die "Intiative Pro Walfleisch" bem Diskutieren
© von Herrmann
 

Wer die angebotenen "Walstückchen" probiert hat, war in den allermeisten Fällen davon überzeugt, dass die Waljagd, wie sie von Norwegen und Japan immer noch betrieben wird - problemlos möglich ist. Die Aussagen über den Geschmack gingen von "fischig" über "schmeckt nach Geflügel" bis zu "völlig geschmacklos".

Letzteres traf wohl am ehesten zu,  handelte es sich bei den Probehäppchen natürlich nicht um echten Wal, sondern um Räuchertofu!


Bürger beim Unterschreiben
© von Herrmann
 

Die meisten Personen, die ein Walhäppchen entrüstet ablehnten, kamen umgehend an unserem Infostand direkt gegenüber vorbei, um gegen die Initiative zu protestieren und sich in die Unterschriftenliste "Weltpark für Wale" einzutragen.


Bürger beim Unterschreiben
© von Herrmann
 

Mehr als 800 Passanten haben an diesem Samstag für den Weltpark für Wale unterschrieben.

Ergebnis
Neben dem Regionalsender BTV, der abends in seinen Nachrichten einen Bildbericht über uns brachte, berichtete die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und der Sindelfinger Zeitung über unseren Aprilscherz.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 14.04.2003