Augen auf beim Fischkauf!

Hintergrund
Weltweit stehen immer mehr Fischbestände vor dem Zusammenbruch. Die Welternährungsorganisation (FAO) schätzt, dass mittlerweile drei Viertel aller kommerziell genutzten Fischarten an der Belastungsgrenze oder überfischt sind. Besonders schlimm ist die Lage im nordöstlichen Atlantik, wo sogar zwei Drittel der wichtigsten Fischbestände akut bedroht sind. Greenpeace kann zurzeit nur drei Fischarten empfehlen: Karpfen, Makrele und Hering - und darüber hinaus Fische aus Bio-Aqua-Kultur!
Info-Aktion

Daher forderten wir bei einer Info-Aktion am 29.11.2003 auf der Stuttgarter Königstraße "Augen auf beim Fischkauf". Diesen Appell drückten wir symbolisch durch große Augen-Masken aus, die einige unserer Aktivisten über dem Kopf trugen. Andere verteilten an Passanten den Verbraucherführer "Fisch&Facts" (Download siehe unten). Lesen Sie zur Überfischung der Weltmeere auch unser Flugblatt (PDF-Datei, 125 kB) und unsere Presseerklärung.


© Flierl



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Die meisten Passanten wussten nicht, dass auch bekannte Arten wie Heilbutt, Rotbarsch oder Seehecht überfischt sind. Wir forderten sie deshalb auf, bei ihrem Lebensmittelhändler oder der Herstellerfirma zu fragen, wo und wie der angebotene Fisch gefangen wird. Außerdem sollten Verbraucher nach Waren aus Bio-Aqua-Kultur fragen.


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Auf keinen Fall sollte man Produkte kaufen, die von bedrohten Fischarten stammen. Hierzu gehören vor allem Garnelen (Shrimps), Tiefseefische und alle Haiprodukte, wie zum Beispiel Schillerlocken. Wenn die Plünderung der Weltmeere weiter geht, wird eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit zerstört.


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Greenpeace-Forderungen

Greenpeace fordert eine Verringerung der Fischfangflotten auf mindestens die Hälfte. Die Fischbestände müssen nach dem Vorsorgeprinzip bewirtschaftet werden, sodass es gar nicht erst zur Überfischung kommt. Außerdem sollten die Fangmethoden genau auf die gewünschte Fischart zugeschnitten sein, um eine Minimierung des Beifangs zu erreichen. In ökologisch sensiblen Bereichen müssen Meeresschutzgebiete geschaffen werden, damit sich die Fischbestände dort erholen können.


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Download:
Im Verbraucherführer "Fisch&Facts" (PDF-Datei, 274 kB) können Sie nachlesen, welche Fischarten aus ökologischer Sicht als "akzeptabel", "kritisch" oder "katastrophal" einzuordnen sind.
Auf der Rückseite des Fischführers (PDF-Datei, 235 kB) finden Sie Hintergrund-Informationen zu den Themen "Kabeljaukrise", "Tiefsee-Fischerei" und "Chemie im Fisch".
Der kleine Fischführer (PDF-Datei, 66 kB) hat die Größe einer Scheckkarte, sodass er auch in Ihre Geldbörse passt und Ihnen im Fischgeschäft oder Supermarkt als Einkaufshilfe dienen kann.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 02.12.2003