Umweltmesse BonVita 1999
in Ludwigsburg
Hintergrund
Immer mehr Fischereiflotten räubern illegal in diesen Gewässern seit
die Meere der Nordhalbkugel durch verfehlte Fischereipolitik nicht mehr
genug hergeben. Fangschiffe aus Billigflaggenländern wie Belize und Panama
halten sich nicht an internationale Fischereiabkommen und die Industriefangflotten
beuten eine Fischart nach der anderen aus. Durch die eisigen Wassertemperaturen
wachsen die Fische nur langsam heran und werden spät geschlechtsreif.
Zum Beispiel ist der im Südpolarmeer vorkommende Schwarze Seehecht,
auch Patagonischer Zahnfisch genannt, bereits so gut wie ausgerottet.
Unser Messestand auf der BonVita stand daher ganz im Zeichen der Kampagne
"Stoppt die Plünderung im Südpolarmeer".
 
© S. Trucksäß |
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Unseren Stand war mit einem Stück echtem Treibnetz dekoriert. Treibnetze
müssen zwar eine bestimmte Maschengrösse aufweisen, jedoch verziehen
sie sich bei einer Gesamtgröße von bis zu 100 Kilometern und einer
Tiefe von bis zu 25 Kilometer derart, dass viele für den Fang uninteressante
Meeresbewohner oder auch Vögel sich darin verfangen und umkommen.
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Dreh- und Angelpunkt für die Wilderei der südlichen Meere
ist Mauritius. Von hier aus laufen viele der illegalen Schiffe aus
und hier bringen die Plünderer auch ihre Beute wieder an Land,
um sie hauptsächlich in die USA und nach Japan weiter zu transportieren.
Greenpeace fordert seit langem ein nachhaltiges, umweltverträgliches
Fischerei-Management.
Nicht Umweltschützer und Wissenschaftler müssen beweisen,
dass ein Bestand zusammenbricht, sondern Fangnationen haben darzulegen,
dass ihre Bejagung dem Ökosystem erst gar keinen Schaden zufügt.
Gerade für die empfindliche Natur am Südpol muss nach
dem Vorsorgeprinzip gehandelt werden.
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Mit einer Postkartenaktion wurde der damalige Bundesminister für
Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Karl-Heinz Funke (CDU)
aufgefordert, sich aktiv und öffentlich für die Greenpeace-Forderungen
einzusetzen.
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Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte
Änderung: 03.09.2000
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