Infostand am "Wa(h)ltag"
der Europawahl

Hintergrund
Am Samstag, den 12.06.1999 - einen Tag vor der Europawahl - führten wir auf der Königstraße einen Infostand zum Thema Walfang durch. Kann man denn heute schon wählen? war der verwunderte Kommentar vieler Passanten, als wir sie baten, Protestpostkarten gegen den illegalen kommerziellen Walfang in Norwegen zu unterschreiben. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.

Das Wal-Lokal
© S. Trucksäß
 

Anlass für unsere "Europa-Wa(h)l" war die Jagd auf Minkewale in der Nordsee durch norwegische Walfänger. Die norwegische Regierung hatte 1999 den Abschuss von insgesamt 753 Minkewalen erlaubt, und verstiess damit zum wiederholten Male gegen das seit 1986 weltweit geltende Walfangverbot.

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Das Wal-Lokal
© S. Trucksäß
 

Greenpeace war mit den beiden Schiffen "Sirius" und "Rainbow Warrior 2" in die nordischen Gewässer gefahren, um den illegalen Fang zu beobachten und nach Möglichkeit zu verhindern. Für 100 Wale kam die Hilfe allerdings schon zu spät. Gerade an diesem Wochenende hatte sich die Situation zugespitzt

Die norwegische Küstenwache, zur Unterstützung der Walfänger vor Ort, fuhr geradewegs in ein Greenpeace-Schlauchboot hinein. Dabei wurde ein Aktivist schwer verletzt.

Norwegen zeigte sich nach wie vor uneinsichtig in Bezug auf den illegalen Walfang und war auch danach zu keinerlei Gesprächen bereit, ebenso Japan.

 

Ergebnis
Trotz der geringen Walbeteiligung an der echten Europawahl am 13. Juni 1999 wurden in ganz Deutschland 10. 000 Stimmzettel für den weltweiten Schutz der Wale abgegeben Allein in Stuttgart hatten wir an dem Wa(h)lsamstag innerhalb 3,5 Stunden 401 Karten mit einem Ja zum Weltpark für Wale in unserer Urne. Unser Wa(h)l-Lokal ging danach nach Esslingen, für einen weiteren Einsatz am Wahlsonntag.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 26.11.2000