|
Presseerklärung vom 19. April 2003 Wind-Energie statt Öl-HavarieGreenpeace-Gruppe Stuttgart sammelt Unterschriften für den Schutz vor gefährlichen ÖltransportenStuttgart, 19.04.2003 - Am Samstag, den 19. April 2003, informiert die Greenpeace-Gruppe Stuttgart bei einer Unterschriftenaktion unter dem Motto "Wind-Energie statt Öl-Havarie - Schützt das Leben im Meer" zum Thema Tankersicherheit. Der Schutz europäischer Meere und Küsten vor Unfällen mit Gefahrgut-Transporten ist völlig unzureichend. Greenpeace fordert bereits seit langem von den Politikern Europas, durch konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen. Mit der Unterschriftenaktion soll der Druck auf die kommende EU-Ministerratskonferenz erhöht werden, die Greenpeace-Forderungen umzusetzen. Die Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart informieren zwischen 10 und 16 Uhr an der Ecke Königstraße/Bolzstraße. "Auch die deutsche Küste ist stark durch eine Ölkatastrophe bedroht. Im Durchschnitt fährt jeden Tag eine schwimmende Zeitbombe à la Prestige durch die Kadetrinne in der Ostsee", betont Annette Reiber, Expertin zum Thema Meere der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. Annette Reiber weiter: "Die Gefahren aus der Ölförderung und dem Öltransport können durch den Umstieg auf regenerative Energiequellen wie Sonne, Wasser, Wind und Biomasse vermieden werden." Ein wichtiger erster Schritt ist ein Verbot von Uralt-Tankern mit nur einer Außenwand. Diese haben in der Vergangenheit immer wieder für verheerende Umweltkatastrophen gesorgt, wenn unachtsame oder ungenügend ausgebildete Besatzungen, skrupellose Reeder oder schlechtes Wetter hinzukamen. Ebenso mangelhaft ist auch die Ausstattung an Land: In ganz Europa gibt es keinen sicheren Hafen, in den die Schlepper einen Havaristen rechtzeitig ziehen könnten. Besonders augenfällig wurde dieser Mangel im November 2002 bei der Havarie der Prestige vor Spanien, als die spanische und die portugiesische Regierung sich mit ihren Drohungen gegen die Schlepperbesatzungen überboten. Die portugiesische Marine entsandte gar ein Kriegsschiff, um sicherzustellen, dass die Prestige auf jeden Fall von der Küste weg gezogen wird. Dieses Verhalten kommt die Küstenbewohner Galiciens und Portugals jetzt teuer zu stehen, weil ihre Strände auf unabsehbare Zeit von Ölteppichen aus dem Wrack des Unglücksschiffs verschmutzt sein werden. Als Mini-Info, im Scheckkartenformat, gibt es beim Greenpeace-Stand außerdem den "kleinen Fischführer", zusammen mit dem Infoblatt "Fisch & Facts", zum Mitnehmen. Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 23.04.2003 |