Leere Meere - leere Teller!
Greenpeace warnt Verbraucher vor bedrohlicher Überfischung
| Hintergrund |
Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO ist die Hälfte
der weltweiten Fischbestände an der Belastungsgrenze; fast ein
Viertel ist sogar überfischt oder erschöpft. Deshalb sollten
aus ökologischer Sicht alle Fischarten bis auf drei Ausnahmen
möglichst nicht gekauft werden.
Am Samstag, den 19.10.02 informierten wir in der Stuttgarter Königstraße
die Passanten über die Bedrohung des Lebens im Meer durch Überfischung.
Besonderes Interesse fand der neue Greenpeace-Verbraucherführer
"Fisch & Facts", in dem empfehlenswerte und nicht
empfehlenswerte Fischarten aufgelistet sind. |
 |
 
© Flierl |
 |
Derzeit sind nur noch die Arten Karpfen, Makrelen
und Heringe in ihrem Bestand nicht gefährdet. Daher forderten
wir an ihrem Informationsstand auf einem Banner "Leere Meere,
leere Teller - Nachhaltige Fischerei jetzt!".
Bekannte Fischarten, wie Heilbutt, Rotbarsch, Seehecht oder Tunfisch,
sind akut bedroht. Wenn die Plünderung der Weltmeere so weiter
geht, wird eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet. |
 
© Flierl |
 |
Die Verbraucher forderten wir auf, ihren Lebensmittelhändler
oder die Herstellerfirma zu fragen, wo und wie der angebotene Fisch
gefangen wurde. Die Kunden sollten sich garantieren lassen, dass
der Fischbestand nicht überfischt ist und die Fangmethode keine
ökologischen Schäden verursacht.
Außerdem sollten keine Waren gekauft werden, die aus bedrohten
Arten hergestellt werden. Hierzu gehören vor allem Garnelen
(Shrimps), Tiefseefische und alle Haiprodukte, wie Schillerlocken. |
 
© Flierl |
 |
Wie schwierig es ist, Maßnahmen gegen Überfischung
durchzusetzen, musste Ende 2002 auch Verbraucherschutzministerin
Künast erfahren. Der EU-Ministerrat beschloss, die Fangquote
für Kabeljau lediglich um 45 Prozent zu senken, statt um notwendige
80 Prozent.
Der Kabeljau-Bestand in der Nordsee hat in den letzten 20 Jahren
um 60 Prozent abgenommen. Anfang der 70er Jahre gab es in den europäischen
Gewässern noch rund 90 Prozent mehr ausgewachsene Fische als
Ende der 90er Jahre.
|

Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
03.01.2003
|