Zusammenarbeit von Greenpeace und Sea Life
| Hintergrund |
| Greenpeace hat einige Jahre mit den Sea Life-Centern zusammengearbeitet
und dort bis Ende 2006 eigene Ausstellungen zu bestimmten Themen präsentiert.
Es gibt in Deutschland zurzeit neun Sea Life-Center und zwar in Timmendorfer
Strand, Berlin, Dresden, Oberhausen, Königswinter, Speyer, Nürnberg,
Konstanz und München.
Greenpeace und Sea Life hatten einige Umweltschutz-Standards vereinbart,
die beim Bau und Betrieb der Großaquarien eingehalten werden
sollen. |
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| Vereinbarung |
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1. Es dürfen nur Meerestiere aus der Nord-
und Ostsee und den angrenzenden Gewässern gezeigt werden sowie
Süßwasserfische des Bodensees und des Rheins. Exotische
Tiere, wie tropische Korallenfische, sind nicht erlaubt.
2. Es dürfen keine Meeresschildkröten oder marine Säugetiere
(wie Robben oder Kleinwale) gehalten werden. Grundsätzlich
dürfen keine vom Aussterben bedrohten Arten gezeigt werden.
3. Die Tiere müssen in einer dem natürlichen Lebensraum
nachgestalteten Umgebung gezeigt werden.
4. Die Haltungsbedingungen müssen dem aktuellen Stand der Wissenschaft
entsprechen.
5. Alle gedruckten Materialien sind aus hundertprozentigem Recyclingpapier
zu produzieren. Bei den Baumaterialien sollten PVC-freie Kabel und
Bodenbeläge, H-FCKW- und H-FKW-freie Kühlgeräte sowie
FSC-zertifizierte / heimische Hölzer verwendet werden.
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© Greenpeace
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| Diese Anforderungen sollten grundsätzlich für
alle Großaquarien gelten. Greenpeace fordert für solche
Anlagen Mindeststandards, die neben den genannten Bedingungen unter
anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorschreiben.
Die Aquarien sollen in erster Linie bildungsorientiert sein und den
Besuchern vorrangig die regionale und lokale Wasserwelt nahe bringen.
Selbstverständlich dürfen bei der Entnahme der Tiere und
Pflanzen in der Natur und für ihre Bestände keine Schäden
entstehen. Die Betreiber sollten alles unternehmen, um Störungen
der Tiere durch die Besucher so gering wie möglich zu halten. |
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| Ergebnis |
| Die vereinbarten Umweltschutz-Standards wurden von
den Sea Life-Center weitgehend eingehalten. Allerdings hat man
beim Bau zum Teil leider Holz verbaut, das nicht das FSC-Öko-Siegel
trägt. Außerdem wurden Aquarien bedauerlicherweise
mit Kühlgeräten betrieben, die H-FCKW- und H-FKW enthalten. |

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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
22.07.2006
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