Finger weg von Gartenmöbeln aus Urwaldzerstörung!
| Hintergrund |
| Gartenmöbel werden häufig aus Tropenholz
hergestellt, weil dieses Holz sehr hart und witterungsbeständig
ist. Jedoch wird jährlich eine Urwaldfläche von bis zu
150.000 Quadratkilometern zerstört - das ist etwa die vierfache
Größe von Baden-Württemberg! Durch Raubbau ist
die enorme Artenvielfalt der Urwälder akut bedroht, in denen
etwa 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten leben.
Das heißt aber nicht, dass Verbraucher völlig auf Gartenmöbel
aus Hartholz verzichten müssen. Wir haben das dritte Jahr in
Folge das Sortiment von Gartenmöbel-Anbietern im Raum Stuttgart
darauf untersucht, ob das angebotene Holz urwaldfreundlich ist.
Eine Zusammenfassung unserer Recherche-Ergebnisse finden Sie in
unserem Gartenmöbel-Vergleich
2004. Leider gibt es neben vorbildlichen
Händlern mit urwaldfreundlichen Produkten auch immer noch
Anbieter mit dubioser Ware.
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| Protest-Aktion |
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So verkauft das Geschäft "Butlers" in der Hirschstraße
nach wie vor Gartenmöbel aus Bangkirai- und Nyatho-Holz, das
wahrscheinlich aus Urwaldraubbau in Südostasien stammt. Dies
hatten wir schon im vergangenen Jahr bei einer Protest-Aktion
angeprangert.
Um erneut auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, protestierten
wir auch in diesem Jahr bei "Butlers". Am 12.06.04 kennzeichneten
wir die dubiosen Gartenmöbel mit Warnaufklebern, die die Aufschrift
"Finger weg! Urwaldzerstörung!" trugen.
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© Huber
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| Dubiose Ware |
| "Butlers" behauptet, dass sein Bangkirai- und Nyatho-Holz
aus Plantagen stammt, konnte dies aber weder letztes noch dieses
Jahr durch Zertifikate oder andere Dokumente belegen. Wir übergaben
der Geschäftsführung deshalb einen Protestbrief, in dem
wir "Butlers" auffordern, keine Gartenmöbel mit dubioser
Herkunft mehr zu verkaufen. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.
"Butlers" ging wie im vergangenen Jahr auf unsere Argumente
nicht ein und rief stattdessen die Polizei - die wir übrigens
vorab über unsere Aktion informiert hatten. Entsprechend gelassen
reagierten die Beamten: Weder sahen sie eine "Sachbeschädigung"
(weil sich unsere Aufkleber ohne Spur entfernen ließen), noch
eine "Störung der öffentlichen Ordnung" (da
wir mit unserer Aktion niemanden behinderten).
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© Huber
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Während unserer Protest-Aktion informierten wir Kunden
und Passanten über die Bedrohung der letzten Urwälder.
Wir verteilten unseren Verbraucherführer
"Holz & Papier" und unseren Gartenmöbel-Vergleich
2004 (beide Dokumente finden Sie auch unten zum Download). Diese
helfen dabei, urwaldfreundliche und ökologisch bedenkliche
Ware zu unterscheiden.
Übrigens: Dass "Butlers" mit etwas Sorgfalt auch
urwaldreundliche Gartenmöbel anbieten kann, beweist das Unternehmen
selbst. Es verkauft nämlich auch Gartenmöbel aus unbedenklicherm
Robinienholz. Außerdem hat "Butlers" Ware aus Eukalyptusholz
im Sortiment, die mit dem Siegel des Forest Stewardship Council
(FSC) zertifiziert wurden. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit
anerkannte Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft
garantiert.
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© Huber
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| Download |
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In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
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Auf der Homepage von FSC
Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen
mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten
Produkten. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
13.06.2004
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