FSC-Holz: die urwaldfreundliche Entscheidung
| Hintergrund |
| Gartenmöbel werden häufig aus Tropenholz hergestellt,
weil dieses Holz sehr hart und witterungsbeständig ist. Rund
vier Fünftel des bei uns verkauften Tropenholzes wurde illegal
gefällt oder stammt aus Raubbau an den letzten Urwäldern
der Erde. Jedes Jahr wird eine Urwaldfläche von bis zu 150.000
Quadratkilometern zerstört - das entspricht der vierfachen
Größe von Baden-Württemberg!
Das heißt aber nicht, dass Verbraucher völlig auf Gartenmöbel
aus Hartholz verzichten müssen. Wir überprüfen und
informieren seit drei Jahren Anbieter von Gartenmöbeln im Raum
Stuttgart, damit dort Raubbauholz aus dem Sortiment genommen wird.
Die Ergebnisse unserer diesjährigen Recherchen finden Sie in
unserem Gartenmöbel-Vergleich
2004. Wir konnten feststellen, dass es neben vielen dubiosen
Produkten auch immer mehr urwaldfreundliche Ware gibt.
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| Positiv-Aktion |
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So sind wir seit 2002 mit dem Möbelgeschäft "E+H
Meyer" in der Tübinger Straße im Gespräch.
Inzwischen werden dort ausschließlich Gartenmöbel angeboten,
deren Holz mit dem Öko-Siegel des Forest Stewardship Council
(FSC) gekennzeichnet ist.
Um dieses gute Beispiel zu loben, machten wir am 10.04.2004 vor
dem Geschäft eine Positiv-Aktion, bei der wir Passanten und
Kunden über das FSC-Siegel und urwaldfreundliche Produkte informierten.
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© Lehr
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| Urwaldfreundliche Holzprodukte |
| Tropenholz sollte man nur kaufen,
wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC)
trägt. Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale
regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine
ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung
zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte
Öko-Siegel, dass eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.
Holzprodukte, die das Naturland-Siegel für ökologische
Waldnutzung tragen, sind aus unserer Sicht ebenfalls empfehlenswert.
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© FSC
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| Auch Tropenholz aus Plantagen ist bedenklich, weil diese
in der Regel Monokulturen sind, die intensiv mit Düngern und
Pestiziden behandelt werden. Außerdem wird zur Schaffung von
Plantagen häufig Urwald gerodet. Darüber hinaus wird Holz
aus Urwaldraubbau oft als angebliches Plantagenholz deklariert.
Tropenholz aus Plantagen ist nur dann akzeptabel, wenn es mit dem
FSC-Siegel zertifiziert ist.
Gartenmöbel aus heimischen Hölzern sind eine
Alternative. So ist das Holz der aus Nordamerika stammenden,
aber inzwischen auch in Europa wachsenden Robinie (auch "falsche
Akazie" genannt) ähnlich hart und wetterfest wie Tropenholz.
Bei guter Pflege halten auch Gartenmöbel aus Eiche ein Leben
lang. |
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| Ergebnis |
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"E+H Meyer" in Stuttgart ist Mitglied einer Gruppe von
mehreren Möbelhändlern in Deutschland und den Niederlanden,
die Einkauf und Vermarktung gemeinsam planen. Unsere Überzeugungsarbeit
der letzten Jahre beim hiesigen Geschäftsführer Volkmann
führte dazu, dass dieser sich wiederum bei seinen Kollegen
aus den Partnergeschäften für das FSC-Siegel einsetzte.
Als Folge unserer Initiative haben inzwischen mehr als zwanzig
Händler in Deutschland und den Niederlanden ihr Gartenmöbel-Sortiment
völlig auf FSC-Holz umgestellt. Laut Volkmann handelt es
sich um die Möbelhändler "Seipp" im südbadischen
Waldshut-Tiengen, "TK 33" mit zwei Filialen in München,
"M-Extra" mit zwei Filialen in Hamburg, "Exil"
mit zwei Filialen in Berlin sowie um mehrere Händler mit etwa
15 Filialen in den Niederlanden.
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| Download |
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In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
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Auf der Homepage von FSC
Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen
mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten
Produkten. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
13.06.2004
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