Urwaldfreundliche Geschenke statt Urwaldzerstörung

Hintergrund

Es sind die harten Fakten, die unser Handeln erfordern: 80 Prozent der ursprünglichen Urwälder sind bereits vernichtet, der größte Teil in den letzten 20 Jahren. Alle zwei Sekunden fällt eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes den Motorsägen zum Opfer. Im Jahr bedeutet das einen Urwaldverlust von 150.000 Quadratkilometern.
Am Samstag, den 04.12.04, warben wir in der Stuttgarter Fußgängerzone für Produkte, die aus nachhaltig bewirtschafteten Urwäldern stammen. Wir wollen damit eine Möglichkeit aufzeigen, wie die Zerstörung der letzten Urwälder der Erde gestoppt werden kann. Lesen Sie dazu auch unsere Presseerklärung.

Info-Aktion

Die letzten Urwälder können nur erhalten werden, wenn sie für die Menschen eine Einkommensquelle darstellen. Die Urwälder bieten eine unglaubliche Vielfalt faszinierender Produkte. Diese bringen häufig jedoch kurzfristig nicht so viel Einkommen wie eine Zerstörung des Waldes. Wir forderten daher die Passanten auf, verstärkt Bioprodukte zu kaufen, die aus dem Urwald stammen und dessen Schutz fördern.

Der Nikolaus selbst kam - auf unsere Einladung - vorbei und verteilte an Kinder Honigkekse, die mit Honig aus einem Regenwald-Schutzgebiet gebacken worden waren.


© Flierl


Da entsprechende Bio-Produkte, die dem Erhalt des Urwalds dienen, schwierig zu finden sind, haben wir einige Beispiele, welche urwaldfreundlichen Produkte es unter anderem im Handel gibt, in Stuttgarter Bioläden herausgesucht. Diese finden Sie - neben vielen weiteren Informationen - in unserem Flugblatt (PDF-Datei, 165 kB) und auf einer Übersichtsseite. Außerdem hilft Ihnen unser Verbraucherführer "Holz & Papier" (Download siehe unten), urwaldfreundliche Holzprodukte von Produkten aus Urwaldzerstörung zu unterscheiden.

Die Urwald-Produkte eignen sich auch sehr gut für außergewöhnliche Weihnachtsgeschenke!


© Flierl


Greenpeace fordert, die Vernichtung der letzten großen Urwälder sofort zu stoppen - in Südchile, am Amazonas und in Kanada, im Kongobecken und in Südostasien sowie in Sibirien und in Nordeuropa. Außerdem müssen die Industrie-Staaten ärmeren Waldländern Geld zur Verfügung stellen, um einen Ausgleich für den Einschlagstopp zu schaffen.
Darüber hinaus müssen Maßnahmen finanziert werden, die der Bevölkerung in den Urwald-Regionen eine sichere Einkommensquelle eröffnen. Eine Möglichkeit ist eben die umweltschonende Erzeugung und sozial gerechte Vermarktung von Urwald-Produkten.


© Flierl

Download
Unser Flugblatt "Schluss mit der Urwaldzerstörung - Greenpeace empfiehlt urwaldfreundliche Weihnachtsgeschenke" (PDF-Datei, 165 kB) enthält zahlreiche Beispiele für Lebensmittel, Kosmetika und Haushaltswaren aus nachhaltig bewirtschafteten Urwäldern.
In unserem Greenpeace-Verbraucherführer "Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, auf was Sie aus ökologischer Sicht beim Kauf von Holzprodukten (wie Möbeln) achten sollten. Nicht alle erhältlichen Holzarten sind empfehlenswert, denn viele stammen aus Raubbau an den letzten Urwäldern.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 03.01.2005