"Butlers" nimmt Raubbau-Holz aus dem Sortiment

Die Ladenkette verkauft aber zurzeit noch Gartenmöbel aus Holz dubioser Herkunft.

Hintergrund

Wir haben das vierte Jahr in Folge das Sortiment von Gartenmöbel-Anbietern im Raum Stuttgart darauf untersucht, ob das angebotene Holz aus Urwald-Zerstörung stammt. Die Ergebnisse dieser Recherchen finden Sie in unserem Gartenmöbel-Vergleich 2005. Neben vorbildlichen Händlern mit urwaldfreundlichen Produkten gibt es leider auch immer noch Anbieter mit dubioser Ware.
So verkauft die Ladenkette "Butlers" zurzeit noch Gartenmöbel aus Nyatho-Holz, das wahrscheinlich aus Urwald-Raubbau in Südostasien stammt. Dies hatten wir schon in den Jahren 2003 und 2004 mit lokalen Protest-Aktionen in Stuttgart angeprangert.

Bundesweite Proteste

In diesem Jahr riefen wir auch andere Greenpeace-Gruppen in ganz Deutschland zu Protesten bei "Butlers" auf. Diese bundesweite Kampagne wurde zentral von uns vorbereitet und koordiniert. Insgesamt folgten mehr als zwanzig Gruppen unserem Aufruf und machten Aktionen bei "Butlers"-Filialen.

Am 12.05.2005 lenkte die Geschäftsleitung ein! Sie erklärte gegenüber Greenpeace, ab nächstem Jahr in den mehr als vierzig Filialen nur noch Gartenmöbel mit dem FSC-Öko-Siegel oder aus heimischen Hölzern zu verkaufen!


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Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart begrüßt diese Entscheidung! Allerdings will "Butlers" seine Möbel aus Nyatho-Holz noch "abverkaufen", statt sie an seine Lieferanten zurückzuschicken und auch dort ein klares Zeichen gegen Urwald-Zerstörung zu setzen.

Deshalb müssen wir vorerst weiterhin vor "Butlers"-Produkten aus Urwald-Raubbau warnen. Am 21.05.2005 informierten wir in Stuttgart vor der "Butlers"-Filiale in der Calwer Straße über das zwiespältige Verhalten des Unternehmens.


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Info-Aktion

Um "Butlers" darin zu bestärken, künftig auf Raubbau-Holz zu verzichten, schenkten wir den Verkäuferinnen Cupuacu-Pralinen. Diese stammen aus einem Regenwald in Brasilien und symbolisieren, welche Schätze die letzten Urwälder der Erde bieten.

Zugleich wiesen wir Passanten mit unserem Gartenmöbel-Vergleich 2005 auf urwaldfreundliche Produkte in Stuttgart hin (siehe auch Download unten). Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.


© Hermes



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Außerdem verteilten wir unser Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau!" (PDF-Datei, 98 kB) und den Verbraucherführer "Holz & Papier" (siehe auch Download unten).

Mit dem Verbraucherführer können Sie ökologisch empfehlenswerte und problematische Holzarten unterscheiden. Tropenholz ist nur unbedenklich, wenn es das FSC-Öko-Siegel trägt. Dagegen sollte man bei so genanntem Plantagenholz vorsichtig sein. Heimische Laubhölzer sind eine urwaldfreundliche Alternative.


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Urwaldfreundliche Produkte

Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.

Auch Holzprodukte, die das Naturland-Siegel für ökologische Waldnutzung tragen, sind aus unserer Sicht empfehlenswert.


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Ergebnis

"Butlers" hat sich gegenüber Greenpeace verpflichtet, ab 2006 in seinen mehr als vierzig Filialen in Deutschland unzertifizierte Tropenhölzer aus dem Sortiment zu nehmen und nur noch Gartenmöbel mit dem FSC-Siegel oder aus heimischen Hölzern zu verkaufen. Wir werden die Einhaltung dieser Zusage überprüfen und notfalls wieder bundesweite Proteste gegen Gartenmöbel aus Raubbau-Holz starten.
Unser Gartenmöbel-Vergleich ist wie in den letzten Jahren ein Publikums-Renner! Allein bei unserer Info-Aktion verteilten wir 250 Exemplare unseres Flugblatts "Gartenmöbel-Anbieter im Vergleich". Auch von unserer Gruppen-Homepage wurde das Flugblatt bislang mehrere hundert mal abgerufen.

Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart gewinnt für ihr Gartenmöbel-Projekt (und für das Projekt "Rezepte gegen Überfischung") bei einem internen Wettbewerb unter den deutschen Greenpeace-Gruppen den Preis für die beste Öffentlichkeitsarbeit.


Download
In unserem Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter im Vergleich" (PDF-Datei, 104 kB) finden Sie auch die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen Recherchen im Raum Stuttgart zusammenfassen.
In unserem Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau" (PDF-Datei, 98 kB) erläutern wir den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und Urwaldzerstörung.
Im Verbraucherführer "Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.
Mit unserer Checkliste "Machen Sie den Test: Bin ich urwaldfreundlich?" (PDF-Datei, 57 kB) können Sie prüfen, was Sie in Ihrem Haushalt tun müssen, um zum Schutz der letzten Urwälder beizutragen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 22.05.2005